G. Geblasene Öle.
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Grenzen schwanken und, wie aus der Tabelle hervorgeht, bei rspielsweise bei Rüböl und Kottonöl die gleichen sein können.Dazu kommt noch, daß Parbenreaktionen fast völlig im Stichlassen. So geben geblasene Kottonöle weder die H a 1 p h e n sehenoch die M i 11 i a n sehe Reaktion. Die Salpetersäurereaktion(Kaffeebraunfärbung) tritt zwar ein, wird aber von geblasenemRüböl in gleicher Weise hervorgerufen. Zur Unterscheidung deram häufigsten verwendeten geblasenen Öle, des eingedicktenRüböls und Kottonöls, dienen:
1. Der Geruch, der dem der ungeblasenen Öle nahe-kommt.
2. Die Konsistenz der Fettsäuren. Währenddie Säuren des geblasenen Rüböls infolge ihres vorwiegend un-gesättigten Charakters (Erukasäure, Ölsäure, Rapinsäure nebengeringfügigen Mengen Palmitin-, Stearin- und Arachinsäure) öligsind und nur geringe feste Abscheidungen zeigen, sind ausgeblasenem Kottonöl abgeschiedene Säuren infolge Gegenwarterheblicher Mengen gesättigter Säuren (Palmitin- und Stearin-säure) talgartig fest (Schm. 54—59).
3. Verhalten der aus den Fettsäuren her-stellbaren Bleiseifen gegen Äthyläther. Derunter 2 angegebenen verschiedenartigen Zusammensetzung ent-sprechend lösen sich die Rübölbleiseifen in Äthyläther zum weitausgrößten Teile auf, von Kottonölbleiseifen bleibt ein beträchtlicherAnteil ungelöst.
Zur Entscheidung, ob Rüböl oder Kottonöl vorliegt, wurdenfrüher nach einem von Marcusson (Chem. Rev. 1905, 290)angegebenen Verfahren aus den gesamten Fettsäuren die Blei-seifen hergestellt und aus den in Äther unlöslichen Bleiseifen dieFettsäuren wieder abgeschieden; bei Rüböl betrug die Ausbeute1,2—20,6 %, bei Baumwollsaatöl 32,9—45,8 %. Der Unter-schied von Baumwollsaatöl und Rüböl trat noch deutlicherhervor, wenn man aus den Fettsäuren, die aus den unlöslichenBleiseifen gewonnen waren, die petrolätherlöslichen Säurenisolierte. Geblasenes Rüböl gab 0—8,7%, geblasenes Kottonöl23,3—32,5 %.
Die Anwesenheit gesättigter Säuren in den ätherunlöslichenBleiseifen des Rüböls erklärt sich nach dem gen. Verf. bei deroben angegebenen Zusammensetzung aus der Bildung gemischter