F. Firnisse und Lacke.
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erhitzt ist, und je mehr der Sauerstoff eingewirkt hat. Einer nie-drigen Jodzahl entspricht meistens eine dunkleFarbe. Die höchstenJodzahlen bei heller Farbe haben im allgemeinen die sog. kalt be-reiteten Firnisse. Bei dick eingekochten geht die Jodzahl bis70 herab.
d) Verseifungszuhl 190—195 wie Leinöl selbst.
e) Unverseifbares. Der natürliche Gehalt des Leinöls anUnverseifbarem, ca. 1 %, wird durch Kochen zu Firnis nicht er-höht. Gegenwart unverseifbarer Öle wird, wie S. 331 beschrieben,qualitativ und S. 168 quantitativ erkannt. In zweifelhaften Fällenist die Jodzahl des Unverseifbaren heranzuziehen. Die natürlichenunverseifbaren Anteile (Phytosterin usw.) haben Jodzahl 60—70.Die qualitative Probe auf Harzöl mittels der Morawski sehenReaktion oder durch Schütteln des Öles mit Schwefelsäure 1.62ist bei Firnis unzuverlässig, da auch reine Firnisse ähnlicheFarbenreaktionen geben.
Außer Harzöl und schwerem Mineralöl wird Firnissen bis-weilen Terpentinöl oder Patentterpentinöl (Mischung von Benzinbzw. Petroleum mit wenig Terpentinöl) zugesetzt. In diesemFalle würde man beim Behandeln nach Spitz und Honiginfolge Verdunstung zu wenig Unverseifbares finden. Den richtigenWert kann man dagegen aus der Verseifungszahl berechnen.Außerdem läßt sich das flüchtige Öl direkt bestimmen durchDestillation über freier Flamme oder mit Wasserdampf. ImDestillat weist man das Terpentinöl neben Benzin durch Geruch,optisches Drehungsvermögen und Bromabsorption sowie durchBildung von Pinennitrosochlorid beim Behandeln mit Amylnitritund Salzsäure nach.
I) Sikkativgehalt,
Die Seifenbasis ermittelt man entweder durch Ausschüttelneiner Ätherlösung des Öles mit verdünnter Salpetersäure und Unter-suchung des sauren Auszuges oder durch Veraschung einer Probeund Untersuchung der Asche. Mangan gibt sich in letzterer am sicher-sten durch Schmelzen mit Soda und Salpeter zu erkennen (grüneSchmelze). Quantitative Bestimmung erübrigt sich meistens.
Falls die Menge des Sikkativs zu bestimmen ist, versetzt man20 g Öl in 50 cem Benzin bei Gegenwart von Methylorange undWasser (30 com) heiß tropfenweise unter Umschütteln mit % N.-Salzsäure, bis nach längerem Umschütteln und Erwärmen die wäßrigeSchicht rosa bleibt. Aus dem Verbrauch an Salzsäure kann man bei