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414 Aus verseifbaren Fetten und Wachsen hergestellte Produkte.
Kenntnis der Seifenbasis die Menge des Sikkativs berechnen. DasMolekulargewicht der Harzsäuren wird zu 346 angenommen (ein-basische Säure).
g) Freie Säure ist zweckmäßig im Anschluß an die Sikkativ-bestimmung festzustellen.
Die mit Salzsäure zersetzte Benzinlösung wird mineralsäurefreigewaschen und unter Zusatz von absol. Alkohol titriert. Von derverbrauchten Natronlauge werden so viel ccm abgezogen, wie der zurSikkativbestimmung verwendeten Salzsäure entsprechen. Der Bestder Natronlauge entspricht der freien im Firnis vorhanden ge-wesenen organischen Säure. Bei direkter Titration des Öles kannein Fehler dadurch bedingt sein, daß die Natronlauge nicht nurdie freie Säure bindet, sondern auch die Sikkative zersetzt.
h) Harz. Geringe Mengen Harz wird man in Firnissen, dieunter Zusatz harzsaurer Salze hergestellt sind, durch Extraktionmit 70 proz. Alkohol (S. 152) nachweisen können. Nur wenn manbei dieser Probe erhebliche Mengen harzigen Extraktes bekommt,liegt Verdacht auf Verfälschung mit Harz vor. Ein größerer Harz-gehalt macht sich auch bei der Säurebestimmung bemerkbar.Harzfreie Firnisse haben selten eine 12 übersteigende Säurezahl,meistens liegt sie unter 7. Freies Harz erhöht die Säurezahlerheblich. Quantitative Bestimmung siehe S. 152.
Beispiel:
Ein als „gekochter Leinölfirnis" gekaufterFirnis sollte daraufhin geprüft werden, ob er ungekochter oder ge-kochter Leinölfirnis und frei von fremdartigen Zusätzen sei.
Die Prüfung ergab:
Äußere Erscheinungen: dünnflüssig, getrübt,gelbbraun, Geruch nach reinem Leinölfirnis.
Spezifisches Gewicht bei + 15°: 0,9376.
Un verseifbare Öle nicht zugegen.
Wasser ist zugegen und bedingt die Trübung des Firnisses,die beim Erhitzen auf dem Wasserbad verschwindet und beimErkalten nicht wiederkehrt.
Jodzahl (nach Waller): 166; Verseifungs-zahl 197.
Sikkativzusatz: etwa 2% harzsaures Blei-mangan.