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Untersuchung der Mineralöle und Fette, sowie der ihnen verwandten Stoffen : mit 92 Fig.
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412 Aus verseifbaren Fetten und Wachsen hergestellte Produkte.

In Wasser löslicher Teil der Fettmasse..... 9,5 %

TT ... ... I Neutralfett........ 1,3 %

Unlöslicher Ted [ Fettsäuren ........ 47,2%

Gesamtfett ............... 58,0 %

Ammoniak ............... 1,8 %

Gesamtschwefelsäure........... 4,6 %

F. Firnisse und Lacke.

I. Herstellung' von Leinölfirnissen.

a) Durch mehrstündiges Erhitzen — „Kochen" — vonLeinöl unter Zugabe anorganischer Blei- oder Manganverbin-dungen (Bleiglätte, Mennige, Manganoxydhydrat, Mangansuper-oxydhydrat, Braunstein, Manganborat) bei 200—260°.

b) „Auf kaltem Wege" durch Lösen von 1—3 % or-garnischer Blei- oder Manganverbindungen, z. B. harzsaurem oderleinölsaurem Blei bzw. Bleimangan, in Leinöl bei 120—150°unter gleichzeitigem Einblasen von Luft. Die vorgenanntenharz- oder leinölsauren Salze werden auch in Terpentinöl gelöstdem Leinöl kalt zugesetzt.

c) Durch Einwirkung von elektrolytisch gewonnenem Sauer-stoff auf erhitztes Leinöl entstehen sikkativfreie sog. „ozonisierteFirnisse".

EL Untersuchung von Leinölfirnissen.

Leinölfirnis wird mit Harz, Harzöl, Mineralöl, Tran undsonstigen Ölen versetzt oder verfälscht. Die wichtigsten Punkte derPrüfung sind:

a) Trockenprobe. 1 Tropfen Firnis wird auf einer 5 X 10 cm Glas-platte verrieben. Guter Firnis ist nach 12 Stunden eingetrocknet,häufig noch schwach klebrig, nach 24 Stunden völlig trocken. Schlech-tes Eintrocknungsvermögen macht Gegenwart von Verfälschungenoder nicht gekochten frischen Leinöls wahrscheinlich.

b) Spez. Gew. in der Kegel 0,935—0,948. Mineralöl, Tranund andere fette Öle erniedrigen, Harzöle erhöhen im allgemeinendas spez. Gewicht. Dick eingekochte Firnisse, sog. Standöle, habenspez. Gew. bis 0,989 und darüber.

c) Jodzahl. 150—172 sind die häufiger vorkommenden Zahlen.Die Jodzahl ist um so niedriger, je länger und je höher ein Öl