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Untersuchung der Mineralöle und Fette, sowie der ihnen verwandten Stoffen : mit 92 Fig.
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E. Türkischrotöl.

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Aus der Zahl der abgelesenen com erhält man den Prozent-gehalt an Gesamtfett unter Berücksichtigung des mittleren spez.Gewichtes der Fettschicht (0,945) durch Multiplikation mit 3,33(3,33 . 0,945). Ein Nachteil des Verfahrens ist, daß sich die Fett-schicht nach dem Abkühlen nicht scharf von der wäßrigen Flüssigkeit

Nach Her big (Chem. Revue, 1906, 13, 243) hat sichfolgendes Verfahren gut bewährt:

10 g Öl werden mit 50 ccm Wasser und 25 ccm verdünnterSalzsäure 35 Min. kochend zersetzt. Dann wird mit Äther imScheidetrichter geschüttelt (Ätherschicht 200 ccm), dreimal mit je15 ccm Wasser gewaschen. In den Waschwässern werden die lös-lichen Fettsäuren und evtl. Glycerin bestimmt. In der Äther-lösung wird die unlösliche Fettmenge bestimmt.

d) Art des Öles. Von dem nach c) erhaltenen Gesamtfett wirdJod- und Acetylzahl ermittelt. Ist erstere nicht merklich unter 70,letztere 140 oder höher (Lewkowitsch gibt als unterste Grenze125 an), so liegt reines Türkischrotöl vor.

Nur bei genaueren Untersuchungen werden noch folgendePrüfungen vorgenommen:

e) Neutralfett. 30 g Öl werden in 50 ccm Wasser gelöst, mit20 ccm Ammoniak und 30 ccm Glycerin versetzt und zweimal mitje 100 ccm Äthyläther ausgeschüttelt. Die Ätherlösung wird vordem Abdestillieren mit Wasser gewaschen, Destillationsrückstandnach dem Trocknen bei 100° gewogen.

I ) Fettschwef elsäuren. Nach Herbig werden 4 g der Probemit 30 ccm Salzsäure (1:5) am Rückflußkühler unter öfteremSchütteln bis zur völligen Klärung der öligen und wäßrigen Schicht(3540 Min.) gekocht. Die Fettschicht wird nach Erkalten mit Äthyl-äther aufgenommen und mineralsäurefrei gewaschen. In der mit denWaschwässern vereinigten wäßrigen Schicht wird durch Fällen mitChlorbaryum Gehalt an Schwefelsäure ermittelt. Von diesem wirddie nach h) ermittelte Schwefelsäuremenge abgezogen; der Rest wirdauf Ricinolschwefelsäure umgerechnet. 80 Tl. Schwefelsäure ent-sprechen 387 Tl. Ricinolschwefelsäure.

g) Ammoniak und Natron. Durch Ausziehen einer ätherischenLösung von 10 g Öl mit verd. Schwefelsäure und Verarbeitung desAuszuges in bekannter Weise zu bestimmen (s. S. 211).

h) An Alkali gebundene Schwefelsäure. 10 g Öl werden

in Ätherlösimg mit wenigen ccm konz. reiner Kochsalzlösung mehr-fach ausgeschüttelt. In den vereinigten Auszügen wird nach gehörigerVerdünnung Schwefelsäure bestimmt.

Beispiel für die Zusammensetzung eines als vorzüglich an-erkannten Türkischrotöls: