C. Seifen.
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sowie unverseifbare Stoffe werden direkt aus der Seifenlösung durchAusschütteln mit Äthyläther gewonnen. Zur Feststellung der tie-rischen und pflanzlichen Herkunft des Fettes ist in den Fällen, indenen die Konstanten der Fettsäuren keine sicheren Schlüsse zu-lassen, Abscheidung der höheren Alkohole (Cholesterin bzw. Phy-tosterin) erforderlich. Hierzu werden (je nach Wassergehalt) 50 bis100 g Seife in 1 Liter Wasser gelöst, die Lösung wird dreimal mit je400 ccm Äthyläther ausgeschüttelt. Das erhaltene Rohcholesterinwird nach S. 342 weiter geprüft.
Auf Harz prüft man qualitativ mittels der Morawski sehenReaktion, quantitativ nach S. 152.
i) Anorganische Zusatzstoffe. Borax, Wasserglas, Koch-salz, Ton und Kreide und dergl. sind durch Auflösen der ge-trockneten Seife in absol. Alkohol zu ermitteln und in üblicherWeise weiter zu prüfen.
k) Organische Zusatzstoffe.
Zucker wird nach Behandlung der wäßrigen Lösung mitBleiesssig und Natriumkarbonatlösung polarimetrisch oder nachInvertieren mit Säure durch F e h 1 i n g sehe Lösung nach-gewiesen,
Stärke durch die Jodreaktion,
Gelatine durch Ausfällbarkeit mittels Tannin,
Glycerin nach S. 392,
Alkohol wird nach Ansäuern der Lösung mit Phosphor-säure und Abdestillieren durch die Jodoformreaktion qualitativ,durch Bestimmung des spez. Gew. des Destillates quantitativbestimmt.
Zur Bestimmung von Karbolsäure und homologenPhenolen werden 100 g Seife in warmem Wasser gelöst mit10 proz. Natronlauge zum Neutralisieren versetzt. Mit Äthylätherwerden etwa vorhandene Teerkohlenwasserstoffe entfernt. Die alka-lische Flüssigkeit behandelt man mit starker Kochsalzlösung, wäschtdie ausfallende Seife mit Salzwasser aus, dampft das Filtrat auf eingeringes Volumen ein, spült in einen Meßzylinder und setzt so vielfestes Kochsalz hinzu, daß ein Teil desselben ungelöst bleibt. Dannsäuert man mit Schwefelsäure an, und liest das Volumen der ab-geschiedenen Karbolsäure bzw. Phenole ab (vgl. a. E. Schmidt,Pharm. Chem. 1896, 913).