gWJgB^^BMnflflnnmMft a flflf
^^BBBHg8BBBW0 a » »H«» W« H iVi nni^ «-
388
Verseifbare Fette und Wachse.
die Löslichkeit des Unverseifbaren reiner Wachse in Glycerinqualitativ nachgewiesen:
Man verseift 5 g Wachs mit 25 ccm % N. alkohol. Kalilauge,verdampft den Alkohol, erwärmt den Rückstand auf dem Wasser-bade mit 20 ccm reinem Glycerin bis zur Lösung und setzt 100 ccmsiedendes Wasser hinzu. Reines Bienenwachs gibt eine mehr oderweniger klar durchsichtige oder durchscheinende Masse, durch dieman gewöhnliche Druckschrift leicht lesen kann. Bei Gegenwart von5 % Paraffin oder Ceresin ist die Lösung trübeund der Druck nicht mehr lesbar. Schon bei8 % erhält man einen Niederschlag.
Annähernd quantitativ läßt sich Paraffinoder Ceresin im Wachs nach A. & P.B u i s i n e bzw. A h r e n s und H e 11bestimmen durch Überführung der Fett-alkohole in Fettsäuren unter Erhitzen mitNatronkalk. Die Kohlenwasserstoffe werdenhierbei nicht angegriffen. Bienenwachs selbstenthält nach A h r e n s und H e 11 12,7bis 17,5 % Kohlenwasserstoffe. Ein Zusatzvon 5 % Ceresin oder Paraffin wird demnachmeistens noch zu bestimmen sein.
W
-W.
Fig. 89.
1 g Wachs wird in einem zylindrischen,am Bodon halbkugeligen Hartglasrohr von20 X 2 cm geschmolzen und langsam unterDrehen des Rohres mit 3,5—4 g gekörntem,vorher in einer Silberschale entwässerten Atz-kali versetzt. Das flüssige Wachs wird von demAtzkali augenblicklich aufgesaugt. Man streut noch 2 g körnigen Kali-kalk darauf, verschließt das Rohr durch einen mit Gasableitungsrohrversehenen Gummistopfen und erhitzt in einem doppelwandigenKupferblechofen (s. Fig. 89) so lange auf 260°, bis aus dem in Wassereintauchenden Gasableitungsrohr keine Blasen mehr austreten (etwa3—4 Stunden). Nach Erkalten des Rohres setzt man zu der porösenSchmelze 3 ccm Wasser und erwärmt zum Erweichen nach Auf-setzen eines Stopfens noch 2 Stunden auf 100°. Die Masse bringt mandann unter Nachreiben der Röhre mit etwas gebranntem Gips ineine Porzellanschale, pulvert, trocknet 1—2 Stunden, verreibt vonneuem und extrahiert dann erschöpfend mit Äthyläther. Nach Fil-trieren der Ätherlösung destilliert man den Äther ab, trocknet undwägt den Rückstand.
4. Harz ist durch die Morawski sehe Reaktion quali-tativ, nach S. 152 quantitativ zu bestimmen.