B. Wachse.
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R a g n a r Berg (Chem.-Ztg. 1907, Nr. 42) hat bei ost-asiatischen Bienenwachsen J.-Z. = 6,3—9,0, Ä.-Z. = 85,5—99,5,Verhältniszahl 9,9—14,9, also ganz anormale Zahlen ermittelt, in-dessen ist zu berücksichtigen, daß diese Wachse einer anderen Bienen-art, nämlich Apis indica, entstammen. Südasiatische Bienenwachsehatten J.-Z. = 17,5—23,7, Ä.-Z. = 69,6—84,9, Verhältniszahl2,9—4,5. Ebenfalls ganz anormale Zahlen zeigt Anam-Bienen-wachs (J. B e 11 i e r , Ann. d. Chim. 1906, S. 366). J.-Z. = 7,8,Ä.-Z. = 86,8, Verhältniszahl 11.
Seit einiger Zeit werden nach Deutschland in großen Mengentunesische Wachse eingeführt, die, obwohl unverfälscht, dieVerhältniszahl 3,9—4,5 haben (Chem.-Ztg. Rep. 1898, 235).Ferner ist zu beachten, daß man unschwer wachsartige Gemischeherstellen kann, die, obwohl frei von Bienenwachs, doch dienormale Verhältniszahl haben. Eine solche Mischung erhält manbeispielsweise durch Zusammenschmelzen von 37,5 Tl. Japan-wachs, 6,5 Tl. Stearinsäure und 65 Tl. Paraffin oder Ceresin.In zweifelhaften Fällen genügt daher die Bestimmung der Ver-hältniszahl nicht; sie ist dann noch durch eine oder mehrere dernachfolgenden Prüfungen zu ergänzen:
1. Glyceride wie z. B. Talg werden durch Glycerinbe-stimmung nach S. 392 ermittelt.
2. Stearinsäure weist man durch Auskochen von 3 gWachs mit 10 cem 80 proz. Alkohol, Abkühlen unter Rühren, Fil-trieren des geklärten Auszuges und Ausfällen des Gelösten mit Wassernach. Unter diesen Umständen scheidet sich nur Stearinsäure ab,die im Bienenwachs enthaltene freie Cerotinsäure fällt bereits beimAbkühlen der alkohol. Lösung fast vollständig aus. Durch dieseProbe soll sich noch 1 % Stearinsäure in Wachs nachweisenlassen.
Man kann auch den wie beschrieben gewonnenen alkohol. Aus-zug mit alkohol. Natronlauge neutralisieren, dann mit Benzin aus50 proz. alkohol. Lösung das Unverseifte ausschütteln, aus derSeifenlösung die Fettsäure abscheiden und durch Molekulargewichtund Schm. als Stearinsäure charakterisieren.
Man beachte, daß es sich hierbei um Handelsstearinsäurevom ep. ca. 53—57° und Molekulargewicht ca. 276 handelt.Rohe Cerotinsäure hat demgegenüber Molekulargewicht über 396,Schm. 78—82°.
3. Paraffin und Ceresinzusätze werden biszu 3 % herab nach W e i n w u r m (Chem.-Ztg. 1897, 519) durch
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