B. Wachse.
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Quantitativ werden diese Stoffe durch mehrfaches Auskochenmit Acetanhydrid und Wägen des Ungelösten nach völligem Aus-waschen des Acetanhydrids bestimmt, freilich nicht ganz genau, daauch geringe Anteile des Mineralöls bzw. Paraffins oder Harzöls imAcetanhydrid gelöst bleiben (von Mineralöl z. B. bis 8 %, von Hart-paraffin fast nichts, von Weichparaffin geringe Mengen).
9. Fremde verseifbare Fette sind durchGlyceringehalt kenntlich. Der Glycerinnachweis kann nachBenedikt und Zsigmondi S. 392 erfolgen. Etwa vonder Fabrikation herrührendes Aceton, das ebenfalls zu Oxalsäureoxydiert würde, ist vorher mit Wasserdampf abzutreiben, oder dieBestimmung ist nach einem der anderen S. 393 angegebenenVerfahren, z. B. dem S h u k o f f sehen, vorzunehmen.
10. Harz ist durch die Morawski sehe Reaktion nichtnachzuweisen, da Wollfett infolge des Cholesteringehaltes selbstmit Acetanhydrid und Schwefelsäure starke Farbenreaktion gibt.Liegt infolge hohen Säuregehaltes und klebriger Beschaffenheitdes mit 70 proz. Alkohol hergestellten Extraktes Verdacht aufHarz vor, so extrahiert man eine Ätherlösung des Fettes mitstarker Natronlauge, säuert den Auszug an und prüft die aus-geschiedenen Fettsäuren nach der Morawski Cohen Reaktion.
VI. Prüfung' von Bienenwaclis.
a) Technologisches. Das rohe, durch Ausschmelzen derHonigwaben gewonnene Bienenwachs ist in der Regel gelb,seltener grau oder rötlich braun, spröde, von feinkörnigem Bruch,fast geschmacklos und riecht nach Honig.
Zur Herstellung von weißem Wachs wird das Rohwachswiederholt mit Wasser umgeschmolzen, dann nach Zusatz von3—5 % Talg oder kleinen Mengen Terpentinöl in Form vonKörnern, Fäden oder Bändern an der Sonne gebleicht. DieZusätze sollen nach Ansicht von C. E n g 1 e r als Sauerstoffüber-träger wirken. Weißes Wachs ist geruchlos, an den Kanten durch-scheinend und schwerer als gelbes Wachs.
b) Untersuchung. Bienenwachs wird sehr häufig verfälscht,und zw r ar sowohl mit gepulverten Mineralsubstanzen als auch mitTalg, Stearinsäure, Japanwachs, Carnaubawachs, Harz, Paraffinund Ceresin.
Holde, 3. Aufl. 25