B. Wachse.
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mit Seifenlösungcn, verdünnter Natrium- oder Ammonium-karbonatlösung unter nachfolgendem Ansäuern mit Schwefel-säure gewonnen. Im rohen Zustande stellt es eine schmierige,unangenehm bockartig riechende, gelbe oder braune, zähe Masse dar.Durch Entfernung der freien Säuren und der Seifen desrohen Fettes nach verschiedenen z. T. patentierten Verfahrenerhält man das gereinigte Wollfett, auch Lanolin oder Alapuringenannt. Es ist weiß oder lichtgelb, durchscheinend, von salben-artiger Konsistenz, fast geruchlos. Nimmt über 100 % Wasserauf unter Bildung haltbarer Emulsionen (Lanolin).
b) Zusammensetzung. Wollfett ist ein kompliziertes Ge-menge von Estern und höheren Alkoholen. Die Fettsäurenbestehen nach G. de Sanctis (Gazz. chim. ital. 1894, 24, 14)vornehmlich aus Palmitinsäure und Cerotinsäure, zum geringerenTeil aus Ölsäure, Stearinsäure und flüchtigen Fettsäuren. NachDarmstädter und L i f s c h ü t z (Ber. 1896, 618, 1474,2890) finden sich auch Myristinsäure und Carnaubasäure, Lano-cerinsäure C 30 H 60 O 4 und Lanopalminsäure C 16 H 32 0 3 . Das Vor-kommen der letzteren Säuren wird neuerdings angezweifelt.Die Alkohole sind hauptsächlich Cholesterin und Isocholesterin.
c) Untersuchung. Die Farbenreaktionen 1 und 2 zur Er-kennung des Wollfettes werden durch den Gehalt an Cholesterinund Isocholesterin bedingt:
1. L i e b e r m a n n s c h e Reaktion:
% g Fett mit 3 cem Acetanhydrid verrührt, filtriert, Filtrat mit1 Tropfen konz. Schwefelsäure versetzt. Anfangs Rosa- bis Braun-färbung, die schnell in Dunkelgrün übergeht.
2. Hager-Salkowskische Reaktion.
Y 4 g Wollfett in 10 com Chloroform gelöst, mit 10 cem konz.Schwefelsäure geschüttelt. Säure färbt sich blutrot und zeigt starkgrüne Fluoreszenz. Färbung hält sich tagelang.
3. Wassergehalt nach S. 15 zu ermitteln.
4. S ä u r e z a h 1 nach S. 146 mit etwa 3—5 g Fett zubestimmen.
5. Verseifungszahl.
Wollfett enthält nach Herbig, (Dinglers Journal 292, 42bis 66) geringe Mengen Ester, die erst durch Kochen mit doppeltnormaler Lauge bei 105° unter Druck gespalten werden. Die Haupt-menge ist jedoch unter gewöhnlichem Druck verseifbar. Die Ver-seifungszahl wird durch zweistündiges Kochen mit % N.-Kalilauge