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VI
Vorwort.
nen, so wäre das eine ebenso schlimme Fehlerquelle für meine anti-toxische Blutmengebestimmungsmethode, wie wenn Sie mit nichtgenau geeichten Meßinstrumenten arbeiten würden. — Was dieseangeht, so werden Sie sich viel Enttäuschungen, Kosten und Zeit er-sparen, wenn Sie für Ihre späteren Blutuntersuchungen die indem „K ob ekästen" vereinigten und fortdauernd auf ihre ein-wandsfreie Beschaffenheit in meinem Institut kontrollierten Meß-apparate benutzen.
Abgesehen von den für die Blutmengebestimmung erforderlichenmethodischen Einzelheiten haben Sie auch die sonstigen von mir be-schriebenen Methoden nachgeprüft.
Ich habe mich dabei von Ihnen überzeugen lassen, daß dievolu metrische Proteinbestimmung, wenn sie genausein soll, mehr technische Schwierigkeiten macht und mehr zeitrau-bend ist, wie eine der bekannten gewichtsanalytischen Metho-den. Von jetzt ab soll für uns die Essigsäure -'Methode einzigund allein für vergleichende Blutproteinprüfungen gewählt werden.
Auch die volumetrische Bestimmung des Ver-hältnisses von Blutkörperchenmasse und Plasmahat sich nicht als genau genug erwiesen. Ob an ihre Stelle mit be-friedigenderem Ergebnis eine von den anderen Methoden gesetztwerden kann, die gegenwärtig zur Berechnung des prozentualenErythrozytenanteils oder des Plasmavolums im Gesanitblut ange-wendet werden, läßt sich noch nicht voraussagen.
Die Schwierigkeiten zur Erlangung richtiger Viskositäts-zahlen scheinen mir noch nicht überwunden zu sein.
Dagegen haben sich gut bewährt unsere Bestimmung desspezifischen Gewichts und die Ermittelung vonZahlen für die Gerinnungsenergie des Oxalatplas-m a s. Namentlich die Bestimmung der Gerinnungsenergie unterphysiologischen und pathologischen Lebensbedingungen, besondersauch in fieberhaft und fieberfrei verlaufenden Krankheitszustän-den, in der Gravidität und im Puerperium, in kachektischen undplethorischen Zuständen, bei der Antikörperproduktion und imAntikörperverbrauch (z. B. im anaphylaktischen Shock und bei derSerumkrankheit) möchte ich auch an dieser Stelle für Ihre klinischeTätigkeit dringend zur Berücksichtigung empfehlen.
Nachzutragen habe ich als wichtige Methode für die Blutunter-suchung meine quantitative Bestimmung der Reaktion desSerums und des Plasmas auf Paranitrophenol, wel-chen Farbstoff ich als Indikator für den Alkaleszenzgrad seit10 Jahren benutze. Ohne die Bestimmung der freien Anionen undKationen in der zu untersuchenden Blutflüssigkeit ist u. a. auch,