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1 (1914)
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HHHH

Halogene und Halogenverbindnngen.

einen Zweig der chemischen Technologie, worin nicht zu irgendeinem Zwecke Schwefelsäure verwendet wird, die man daherwohl auch als die wichtigste aller anorganischen Säuren be-zeichnen kann.

Die jährliche Produktion an Schwefelsäure ist daher heuteauch ganz gewaltig und kann mit rund 5 Millionen Tonnen ver-anschlagt werden. Die Schwefelsäure wird meist in starkwandigenGlasballons, die mit Weidengeflecht umgeben sind, versendet.

2. Halogene und Halogenverbindungen.

Als „Halogene", d. i. Salzbildner, bezeichnet man die ElementeFluor, Chlor, Brom und Jod, deren Wasserstoffverbindungenausgesprochenen Säurecharakter besitzen und den Säurewasser-stoff sehr leicht gegen Metalle austauschen, wodurch wohlcharak-terisierte Salze entstehen. Die Wasserstoffverbindung des Chloresist der Chlorwasserstoff oder Salzsäure, HCl; tritt Natrium anStelle des Wasserstoffes, so entsteht Chlornatrium oder Kochsalz.Die Halogene sind ungemein reaktionsfähige Körper, besondereWichtigkeit besitzen gewisse sauerstoffhaltige Verbindungen desChlors, die als Bleich- und Desinfektionsmittel hohe technischeBedeutung erlangten. Doch auch Fluor-, Brom- und Jodver-bindungen werden vielfach verwendet.

a) Fluorverbindungen.

In reinem Zustande wird das seiner enormen Reaktions-fähigkeit wegen schwer darzustellende Fluor nicht angewendet,dagegen für verschiedene Zwecke die Fluorwasserstoffsäure. Manstellt sie durch Zerlegung von Flußspat, Fluorkalzium, durchSchwefelsäure unter Erwärmen dar, der Vorgang spielt sichfolgendermaßen ab:

CaFl 2 + HvSOi 2HFI + Ca SO,

Fluorkalzium Schwefelsäure Fluorwasserstoff Gips.

Da der Fluorwasserstoff oder die Flußsäure Glas und diemeisten Metalle sehr heftig angreift, wird die Zersetzung in Blei-gefäßen ausgeführt, das entweichende Gas wird in Wasser auf-gefangen. Man bewahrt die Flußsäure in Gefäßen aus Blei, Hart-gummi, Guttapercha oder Eisen auf, verwendet wohl auch Glas-gefäße, die innen mit Guttapercha oder Paraffin überzogen sind.

Die wichtigste Anwendung findet die FluorwasserstoffsäureZl 'm Ätzen des Glases, das sie unter Bildung von Kieselfluorwasser-

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