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1 (1914)
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Schwefel und Schwefelverbindungen.

Schwefel gelost enthält, durch abermalige Destillation ge-reinigt wird.

Die Darstellung des Schwefelkohlenstoffes geschieht heute fastallgemein in elektrisch geheizten Öfen (Abb. 39). In diesem von

Taylor konstruierten Ofen be-finden sich die Elektroden amFuße eines mit kleinen Koks-stückchen gefüllten Schachtes,die Kohle wird von oben ein-getragen. Der geschmolzeneSchwefel fließt durch besondereKanäle in ein Becken unterhalbder Kohle, umgibt die Elektro-den, wird verdampft und steigtin Dampfform durch die eben-falls im unteren Teile glühendenKohlen auf, wobei die Vereini-gung zu Schwefelkohlenstoffstattfindet. Die Schwefelkohlen-stoffdämpfe entweichen durchdas oben angebrachte Rohr undgelangen nach der Konden-sationsvorrichtung.

Reiner Schwefelkohlenstoffist eine wasserhelle, leicht be-wegliche und das Licht starkbrechende Flüssigkeit vom spe-zifischen Gewichte L26, die bei46° siedet und deren Dämpfesehr leicht entzündlich sind. Erriecht im reinen Zustande an-genehm aromatisch, sonst nachfaulem Rettig. Seine Anwen-dung in der Technik beruhtvor allem auf seinem Lösungs-vermögen für viele organischeStoffe, wie Fette, Harze und ätherische öle, Kautschuk,Guttapercha, Wachs, Kampfer, ferner auch Phosphor und Jod.Man benützt ihn als Extraktionsmittel zur Gewinnung des Fettesaus Knochen und fetthaltigen Samen, zur Vulkanisation desKautschuks und da er auch Schwefel zu lösen vermag zur

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Abb. 39. Ofen zur Darstellung vonSchwefelkohlenstoff nach Taylor.