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1 (1914)
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Metallüberzüge und Metallfärbungen.

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umkleidet. (,, Leonische Waren".) Das Verzinnen des Eisenblechesberuht auf der Erzeugung einer Eisen-Zinnlegierung, die fest aufdem Eisen haftet, das Vernickeln, Versilbern, Vergolden etc.wird jedoch meist auf elektrochemischem Wege ausgeführt, indemman Nickel, Gold, Silber etc. aus Lösungen ihrer Salze mittelsdes elektrischen Stromes auf dem zu überziehenden Metallgegen-stande niederschlägt. Ein anderes Verfahren der Versilberungund Vergoldung beruht auf der Verwendung von Gold- bzw.Silberamalgam, die man zunächst auf dem Metallgegenstandeaufträgt und dann zum Zwecke der Verjagung des Quecksilbersim Feuer abraucht. Dieses heute nur mehr selten angewendeteVerfahren wird alsFeuervergoldung" bezeichnet.

Die Galvanostegie, wie das Überziehen von Metallen mitanderen mit Hilfe des elektrischen Stromes genannt wird unddie ihr nahe verwandte Galvanoplastik, wobei durch das gleicheVerfahren getreue Nachbildungen erhalten werden, ist ein aus-gedehntes Gebiet der Metalltechnik, mit dem wir uns natürlichauch nur soweit befassen können, um die wichtigsten Grundzügezu erörtern. Wenn man das Verhalten verschiedener Stoffe gegen-über dem elektrischen Strome untersucht, so wird man finden,daß es nicht gleich ist. Alle Metalle und ihre Legierungen, ver-schiedene Schwefelmetalle und Superoxyde, Retortenkohle etc.leiten den Strom, ohne dadurch verändert oder zerlegt zu werden,man bezeichnet sie als Leiter erster Klasse. Andere wieder, undzwar sowohl geschmolzene Verbindungen, wie auch Lösungen,leiten den Strom ebenfalls, werden aber gleichzeitig in ihre Be-standteile zerlegt. Man bezeichnet diese Gruppe als Leiter zweitprKlasse oder ,, Elektrolyte". Eine dritte Gruppe leitet den elen-trischen Strom überhaupt nicht, wie Gase, öle, Paraffin, Kaut-schuk etc., sie werdendielektrische Körper" genannt und viel-fach in der Elektrotechnik zu Isolationszwecken verwendet.

Die Galvanostegie und die Galvanoplastik beruht nun auf derEigenschaft des elektrischen Stromes, zusammengesetzte Körper,Elektrolyte, zu zerlegen und ihre Bestandteile abzuscheiden.Diese Zerlegung durch den elektrischen Strom bezeichnet manalsElektrolyse", die den Strom-Ein- und Austritt vermitteln-den Polplatten, die mit der Stromquelle in Verbindung stehenund in den Elektrolyt tauchen, heißen Elektroden, man bezeichnetden positiven Pol als Anode, den negativen als Kathode. Die Er-scheinungen der Elektrolyse läßt sich an der Hand der Arrhenius-schen Dissoziationstheorie folgendermaßen erklären:

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