Erdgas, Erdöl und Erdwachs.
mungen nicht vollkommen entspricht, ist als anormal zu be-zeichnen. Eine Unterschreitung des Flammpunktes oder derZusatz fremder Bestandteile wird als Verfälschung und die Hinter-lassung eines unverbrennlichen Rückstandes bei Verwendungim guten Zustande befindlicher, sonst als geeignet anerkannterLampen und Dochte je nach dem Grad dieses Mangels als Kenn-zeichen der Minderwertigkeit oder einer falschen Bezeichnung,
endlich das Vorhandensein andererFehler als Kennzeichen der Min-derwertigkeit aufzufassen sein,es sei denn, daß besondere Um-stände eine andere Beurteilungrechtfertigen. Das Inverkehr-setzen von Leuchtpetroleum, dessenFlammpunkt unter 21° C liegt, istwegen der mit sinkendem Flamm-punkte steigenden Explosionsge-fahr außerdem für den Konsu-menten sicherheitsgefährlich."
Der Abelsche Apparat zurBestimmung des Flammpunktes(Abb. 17) besitzt die folgendeEinrichtung: In dem Messing-gefäße U, das mit dem DeckelW verschlossen ist, befindet sichWasser, in das ein Thermometert, eintaucht. In einer Öffnungdes Deckels hängt ein zweiter,kleinerer Behälter ß, welcherdas zu prüfende Petroleum ent-hält; er ist ebenfalls durch einenDeckel verschlossen, durch welchendas Thermometer /, führt. Außer-dem trägt dieser Deckel ein kleinesUhrwerk, welches durch Drehung des Knopfes K aufgezogen werdenkann. Drückt man dann auf den Hebel h, so tritt dieses Uhrwerkin Funktion, es öffnet sich im Deckel ein kleiner Schieber und auto-matisch wird in die Öffnung ein kleines brennendes Benzinlämpcheneingeführt, dann kehrt dieses in seine ursprüngliche Lage zurück,worauf sich der Schieber schließt. Durch eine Spirituslampewird das im Gefäße U befindliche Wasser langsam erhitzt, man
Abb. 17. Abels Apparat zurBestimmung des^Flammpunktes.
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