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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Isokarbozyklische Verbindungen.

a. durch Reduktion in saurer Lös. (z.B. durch Fe oderZn + Säure) entstehen direkt Amine,

z. B. C 6 H B -NO a + 6H = 2H 2 0 + C 6 H 5 -NH 2 (Phenylamin);

b. durch Reduktion in neutraler Lös. (durch Zinkstaubu.W.) entstehen Nitrosoverb. oder (durch Magnesium- oderAlummiumamalgam) Hydroxylaminverb.,

z. B. C 6 H B -N0 2

Nitrobenzol

-^C 6 H 5 -NO->-CgHj NHOH-

Mtrosobenzol

^C e H 6 -NH 2 ;

Phenylhydroxylamin Anilin

c. durch Reduktion in alkalischer Lös. nehmen zweiMol. der betr. Nitroverb. an der Reaktion teil, u. es ent-stehen je nach der Art des Reduktionsmittels vor der Amin-bild. Zwischenprodukte, in denen zwei C-Atome zweier Al-phyle durch zwei N-Atome verbunden sind u. die alsAzoxy-, Azo- u. Hydrazoverb. unterschieden werden, z.B.C 6 H 5 -N0 2 _^ 0 6 H 6 -N _ C 3 H 5 -N_ C 6 H 5 "NH _^ CH^NH,

Nitrobenzol Azoxybenzol Azobenzol Hydrazobenzol Amidobenzol

Durch den elekt. Strom läßt sich der Reaktionsverlauf nochvollkommener beherrschen wie auf rein ehem. Wege; man kanndaher durch Änderung der Stromdichte u. elekt. Spannung in dersauren Lös. der zykl. Nitroverb. die aus einem Mol. derselbenentstehenden Reduktionsprodukte, in alkalischer Lös. die aus zweiMol. entstehenden Reduktionsprodukte nacheinander darstellen.

Die Azoxy- u. Azoverb. bilden gelbe oder rote Krist., dieHydrazoverb. sind farblos; alle drei Gruppen sind unl. oderwenig lösl. in W., leichtl. in Wg., u. indifferenter Natur,d. h. weder Säuren noch Basen.

Azoxyverb. erhält man durch Einw. von alkoholischer Alkalilauge(besser von Natriummethylat) auf die Nitro- oder Nitrosobenzole;durch Reduktion gehen sie leicht in Azo- u. Hydrazoverb. über.

Mit warmer konz. Schwefelsäure übergössen, lagern sie sichin Oxyazoverb. um, z. B.

C 6 H 6 -N C 6 H 5 N

n tt -^t>° (Azoxybenzol) = ji (Oxyazobenzol).

C 6 H 5 N HO C 6 H 4 N

Hydrazoverb. entsprechen den sym. Arylhydrazinen (s. S. 540).Sie entstehen durch Reduktion der Azoverb. mit Schwefelammoniumoder mit Zinkstaub u. Alkalilauge; stärkere Reduktionsmittel,z. B. Natriumamalgam, verwandeln sie in Amidoverb.

Durch Oxydationsmittel, z. B. durch PeCl 3 (S. 359) u. auchschon durch Luftsauerstoff gehen sie in Azoverb. über.

Beim Übergießen mit starken Säuren lagern sie sich sofortzu Diamiddiphenylverb. um, z. B. H 6 C 6 ~HN"NH~C 6 H 5 (Hydrazo-benzol) = H,N'H 4 C C ~C G H 4 "NH 2 (Benzidin), weshalb durch Reduktionin saurer Lös. ebenfalls diese Verb, entstehen.

Azoverb. enthalten die aus zwei dreiwertigen N-