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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Aliphatische Verbindungen.

Wie die Metalloxyde durch H 2 0-Austritt aus den Metall-hydroxyden entstehen, so die Äther aus den Alkoholen.

Wie ferner von den Hydroxyden einwertiger Metalle zweiMol. zur Anhydridbild, nötig sind, so auch von den Hydroxydeneinwertiger Kohlenwasserstoffradikale, während bei den Hydr-oxyden mehrwertiger Metalle bzw. Kohlenwasserstoffradikale schonaus einem Mol. W. austreten kann.

Z.B. 2KOH=K 2 0+HOH. 2CH,(OH) = HÖH+ (CH 3 ),0(Methyläther)Ca(OH) 2 = CaO + HÖH. C 2 H 4 (OH) 2 = HÖH + C 2 H 4 Ö(Äthylenäther).

Die Äther können auch als die Oxyde der Kohlenwasserstoff-radikale betrachtet werden oder als Metalloxyde, deren Metall-atome durch diesen gleichwertige Alkoholradikale ersetzt sind.Z. B. C 2 H 6 -0"C 2 H 6 Äthyläther entspr. K~0 _ K.

C 2 H 4 =0 Äthylenäther Ca _ 0.

Äther lassen sich auch als Alkohole betrachten, indenen die H-Atome oder HO-Gruppen ganz oder teilweisedurch Kohlenwasserstoffradikale ersetzt sind, z. B.

OH

c,h/oh

\)'CH 3

Glyzerinmono-methyläther.

,0h

-OCHN>CH 3

Glyzerin-dimethyläther.

C 3 H 5 ;

/°\

X 0 X

Propenyläther.

Äther mit zwei gleichen Radikalen heißen einfache,mit zwei versch. Radikalen gemischte; letztere Äther sinddie Anhydride zweier versch. Alkohole, z.B. CH 3 ~OH (Methyl-alkohol) + C 3 H 7 -OH (Propylalkohol) = HOH+CH 3 0~C 3 H 7 .

Merkaptane, Thioalkohole, Thiole, nennt man dieden Metallhydrosulfiden entspr. org. Verb., z. B. Methyl-merkaptan CH 3 ~SH entspr. K - SH; sie sind also die ge-schwefelten Alkohole, bilden aber mit Säuren keine Ester.

Sulfäther, Thioäther, verhalten sich zu den Merkaptanenwie Äther zu den Alkoholen oder die Sulfide der Metallezu deren Hydrosulfiden, z. B. 2KTSH = K 2 S + H,S.2CH 3 SH = H 2 S + (CH 3 ) 2 S (Methylsulfäther).

Ester, früher auch zusammengesetzte Äther ge-nannt, entsprechen den neutralen Salzen der Metalle.

Estersäuren, saure Ester, früher Äthersäuren ge-nannt, entsprechen den sauren Salzen der Metalle.

Beide sind aber im Gegensatz zu den entspr. SalzenNichtelektrolyte; sie entstehen durch Vertretung der aufdem Wege der Salzbild, vertretbaren H-Atome anorg. oderorg. Säuren (S. 373) durch Alkoholradikale, je nachdem dievertretbaren H-Atome der betr. Säure ganz oder teilweise