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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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SB

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Organische Chemie.

reduziert (s. oben); auf unges. Verb, wirken sie addierend, z. B.H 2 C=CH 2 + HJ = H 3 CCH 2 J.

Phosphorhalogene ersetzen Hydroxylgruppen der Alkoholeu. Säuren durch Chlor bzw. Brom, z. B.

3C 2 H 6 -OH + PC1 3 = 3C 2 H 6 C1 + H 3 P0 3 ,3CH3-COOH + PCI3 = 3CH s -CO-Cl + H 3 PO s ,oder bei Ketonen usw. ersetzen sie O-Atome durch Cl 2 , z. B.CH 3 -CO-CH 3 + PC1 5 = POCl 3 + CH 3 -CCVCH 3 .

Phosphorpentasulfid ersetzt den 0 der Hydroxylgruppendurch S, z. B.: 5C 2 H 5 "OH + P 2 S 6 = öCjKfSH + P 2 0 5 .

Schwefelsäure wirkt auf die HO-Gruppen der Alkohole unterBild, von Sulfatestern, z. B. 2C 2 HfOH + H 2 S0 4 = (C 2 H 5 ),S0 4 + H 2 0.

Konz. Schwefelsäure entzieht vielen org. Verb. H 2 u. 0 alsW., oft unter Abscheidung von Kohle; beim Kochen damitwerden die meisten org. Verb, vollkommen durch Oxydation zer-stört u. gelöst, wobei vorhandener N fast stets in NH 3 übergeführtwird (s. S. 175); mit zykl. Verb, erwärmt ersetzt sie auch bei An-wesenheit von HO-Gruppen H-Atome durch die SulfonsäuregruppenSO s H, z. B. C e H 6 ~OH + H ? S0 4 = C 6 H 4 (OH)(S0 3 H) + H 2 0.

Salpetersäure wirkt auf die HO-Gruppe der Alkohole unter Bild,von Nitratestern, z. B. CjKfOH + HN0 3 = C 2 H 5 ~N0 3 + H 2 0.

Konz. Salpetersäure wirkt bei hoher Temp. oft oxydierend,wobei häufig ein Teil des Kohlenstoffs in Oxalsäure bzw. C0 2übergeht; mit zykl. Verb, erwärmt ersetzt sie, auch bei Anwesen-heit von HO-Gruppen, H-Atome durch die Nitrogruppen ~N0 2(Nitrierung S. 187), z.B. C 6 HfOH-|-HN0 3 = C 6 H 4 (OH)(N0 2 )-f-H 2 0.

Alkalihydroxyd zersetzt in wäss. oder weingeistiger Lös. dieEster oder zusammengesetzten Äther, z. B.

C,H 6 -C,H 8 0, + KOH = C 2 H 5 -OH + C 2 H 3 K0 2 .

Äthylazetat. Äthylalkohol. Kaüumazetat.

Halogenkohlenwasserstoffe geben mit wäss. Alkalilauge Hydr-oxylderivate, z. B. C 2 H 5 C1 + KOH = C 2 H,fOH + KCl, mit der Lös.von Alkalihydroxyd in Wg. (alkohol. Alkalilauge) spalten sie Ha-logenatome nebst der entspr. Anzahl von H-Atomen als Halogen-wasserstoff ab, z. B. CH,CrCH 8 + KOH = CH 2 =CH 2 + KCl + H 2 0.

Wasser verbindet sich direkt (s. Chloral) oder es bewirktSpaltungen (Verseifung, bzw. Hydrolyse, s. S. 139), was namentlichbeim Erhitzen unter Druck der Fall ist.

2. Einwirkung der Wärme.

Setzt man nichtflüchtige, org. Verb, bei Luftabschlußder Hitze aus (trockne Dest., S. 70), so gruppieren sichihre Elemente anders u. es entstehen, neben Kohlenoxyd,Kohlendioxyd, W. usw. zahlreiche org. Verb, von einfachererZusammensetzung, u. Kohle bleibt zurück.

Die so entstehenden, zahlreichen, flüchtigen Verb, lassensich teilweise in gekühlten Vorlagen verdichten, teilweiseaber verbleiben sie in Gasform. Das Verdichtete besteht