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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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309
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Elemente u. Verb, der Eiaengruppe.

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2. Eisen oder Ferrum.

Atomgewicht 55,9 = Fe.

Vork. Gediegen nur im M^teore^isen ', gebunden inkleinen Mengen im Fluß-, Meer-, Quejlwasser u. in denStahlwässern (S. 143); in großen Mengen, namentlich alsOxyd, Sulfid u. Karbonat, in den zahlreichen Eisenmineralien.

Auch Ferro- u. Ferrisilikate finden sich in vielen Mine-ralien u. in den meisten Felsarten, durch deren Verwitterung dannEisen in die Ackererde gelangt.

Anorg. u. org. Eisenverb, finden sich in geringer Menge imBlutfarbstoff, in der Leber, Milz usw. u. in den grünen Pflanzen.

Ferriferrooxyd, Fe 3 0 4 , bildet das Magneteisen (Magnetit).

Ferrioxyd, Fe ä 0 3 , bildet den Roteisenstein, Eisenglanz,Eisenglimmer, roten Glaskopf, Blutstein (Hämatit), mit Ton denroten Toneisenstein u. Rötel; gebirgsbildend den Itabirit.

Ferrioxydhydroxyd, Fe 2 0 3 + 2 f , "e(OH) 3 , bildet den Braun-eisenstein, brauneu Glaskopf, Raseneisenstein, Minette.

Eisenbisulfid, FeS„ bildet regulär den Schwefelkies (Eisen-kies, Pyrit), rhombisch den Wasserkies (Markasit). /

Ferroferrisulfid, 5FeS + Fe 2 S 8 , bildet den Magnetkies.

Ferrokarbonat, FeC0 3 , bildet den Spateisenstein. ,

Darst. Reines Eisen kann nicht durch Reduktion derEisenoxyde mit Kohle erhalten werden, da es sich mit dieserteilweise zu Eisenkarbiden verbindet; man gewinnt es durchErhitzen von Ferrioxyd oder Ferrochlorid im H-Strome alsgraues Pulver, das an der Luft von selbst zu Fe 3 0 4 ver-brennt (pyrophorisches Eisen); geschieht die Reduktionbei hoher Temp., so entzündet es sich nicht mehr (*Ferrumr eductum, Ferrum Hydrogenio reductum).

In Stücken erhält man es beim Schmelzen des Eisen-pulvers im Knallgasgebläse oder durch Schmelzen vonreinstem Schmiedeeisen (Klavierdraht) mit Eisenoxyd, wobeidas Eisenoxyd alle Beimengungen aufnimmt.

Eigensch. Kristallin., silberweiße Massen, bei 1600°schmelzend, vom spez. Gew. 7,8, ziemlich weich, schmiedbar(d. h. durch Hämmern, Walzen usw. in versch. Formenbringbar) u. schweißbar (d. h. einzelne Stücke lassen sichdurch Hämmern usw. vereinigen).

An feuchter Luft bedeckt es sich mit Ferrihydroxyd(Rojit), an der Luft erhitzt überzieht es sich mit schwarzemFer riferro_oxy d (Hammerschlag); gepulvert zersetzt es W.unter H-Entw. schon bei gew. Temp. etwas, kompakt erstglühend (S. 93), in verd. Säuren löst es sich unter Entw.

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