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1 (1910)
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Der Gewürz- u. Spezereihandel im Altertum u. im Mittelalter.

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Außerdem führten Karawanenwege von Indien nach Per-sien durch SeYstan, und ein anderer über Gazni und Kabul nachAfghanistan.

Um den um die Mitte des 14. Jahrhunderts vor Chr. vonden ägyptischen Pharaonen Sethos I. und Ramses II. schoneinmal hergestellten Seeweg vom Roten zum MittelländischenMeere wiederzugewinnen, versuchte der Pharao Necho gegenEnde des 7. Jahrhunderts vor Chr. einen neuen Kanal von Bu-bastis am Nil nach Patumos am arabischen Meerbusen zu bauen;er wurde aber erst um das Jahr 500 vor Chr. von DariusHystaspis vollendet und von den Ptolomäern erweitert undverbessert, war aber noch vor Anfang der christlichen Zeit-rechnung wieder versandet. Unter dem Kalifen Omar wurdeder Kanal im 7. Jahrhundert nach Chr. von Kairo aus zumRoten Meere nochmals hergestellt, bestand dann aber kaum einJahrhundert.

Sonst aber gab es vom 7. bis zum 12. Jahrhundert nachChr. mehrere Landwege über die heutige Enge von Suez. Dererste folgte der Richtung des alten versandeten Kanals vomRoten Meere nach Kairo, von wo aus die Güter auf dem Nilund auf Seewegen weiter gingen. War ein Passieren der Warendurch Alexandrien nicht erforderlich, so wurde die kürzere Routeüber den Isthmus von Kolsum nach Pelusium (Faramiah) vor-gezogen. Damascus und Jerusalem waren damals bedeutendeHandelsplätze, in denen auch ein Austausch der morgenländischenWaren mit den dorthin kommenden Kaufleuten von Mekkaeinerseits und von Tripolis, Beirut, Tyrus und Akkon anderer-seits stattfand.

Syrien und Ägypten waren vom 7. bis zum 12. Jahr-hundert nach Chr. Ausgangspunkte für einen regen Seeverkehrlängs der nordafrikanischen Küste bis nach Marokko und Spanien;besonders bedeutend wurde dieser Handel für Gewürze undSpezereien, obwohl er eine Zeit lang durch religiöse Gebote derMohamedaner gegen den Verkehr mit christlichen Völkern be-schränkt wurde. Ebenso blühte er bald bei den Griechen,die Gewürze und Spezereien, darunter wohl auch schon Rosen-wasser und aromatisierte fette Öle von Antiochien, Alexandrienund Trapezunt nach Konstantinopel, Thessalonich und Chersonholten. Trapezunt war schon im 10. Jahrhundert nach Chr. ein