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Geschichtliche Einleitung.
Die südliche Straße führte von der Wüste Gobi durch dassüdliche Ost-Turkestan und die darin gelegenen Städte Chotanund Jarkand, dann über die Hochebene von Pamir und durchAfghanistan nach dem Pandschab (Indien) über die Pässe vonBamian und Gazni nach Multan. Die auf diesem Wege zumAbendlande gehenden Waren wurden von Multan den Indushinab nach Daybal und von dort mit den von Indien und Ceylonkommenden Gütern auf dem Seewege weiter befördert.
Während des 7. und 8. Jahrhunderts nach Chr. trieben dieAraber bedeutenden Seehandel mit Indien und China, besondersmit Gewürzen und Spezereien, welche sie für den massenhaftenGebrauch der luxuriösen Höfe der Kalifen und der byzantinischenKaiser lieferten. Die hauptsächlichsten Handelsemporien zwischenChina und Arabien befanden sich damals auf der HalbinselMalakka, wohin auch die Produkte von Java und anderen Sunda-inseln gebracht wurden. Später konzentrierte sich dieser Handelin der wahrscheinlich auf der Ostküste von Malakka gelegenenStadt Kalah. Im 10. Jahrhundert nach Chr. bestand zwischenKalah und der Stadt Siraf an der Ostküste des PersischenMeerbusens ein regelmäßiger von Arabern wie von Chinesenunterhaltener Handelsverkehr. Die Chinesen durchquerten vonder Nordspitze der Insel Sumatra bis Ceylon den Golf vonBengalen.
Auch siedelten sich arabische Kaufleute auf der Malabar-küste, auf Ceylon und in den indischen Küstenstädten an. Daybalan der Mündung des Indus war vom 8. bis 10. Jahrhundertnach Chr. der bedeutendste Handels- und Hafenort Indiens. Eswar das hauptsächlichste Emporium für die Produkte des Indus-gebietes und des Pandschab einerseits und Mesopotamiens, Per-siens und Arabiens andererseits. Für die Erzeugnisse der nörd-lichen Länder Indiens war Multan am Dschelamstrome imPandschab der erste größere Sammelplatz, überdem ein von denHindus verehrter und vielbesuchter Wallfahrtsort.
Ferner wurden vom 8. Jahrhundert an Suhar und Maskatam Eingange zum Persischen Meerbusen, neben Daybal, be-deutende Konkurrenzhäfen für den indischen und chinesischenHandel mit den Abendländern, während Aden am Eingange zumRoten Meere der wichtigste Hafen- und Handelsort für die Warenvon Yemen, Hedschas, Äthiopien und Ägypten wurde.