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2 (1913)
Entstehung
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608
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Familie: Rosaceae.

diese beiden Substanzen sollten schon fertig gebildet in denBlättern vorhanden sein. C. Ravenna und M. Tonegutti 1 )wiesen aber nach, daß die Blätter freie Blausäure nicht enthalten.

Eigenschaften. Kjrschlorbeeröl ist von Bittermandelöl nurdurch den Geruch zu unterscheiden, besonders, wenn man denBenzaldehyd vorher an Bisulfitlösung gebunden hat. Alle übrigenEigenschaften stimmen fast vollständig mit denen des Bitter-mandelöls überein. d 15 1,050 (in einigen Fällen wurde beobachtetbis zu 1,0457 herunter) bis 1,066; a n meist inaktiv, zuweilenganz schwach drehend, +0°12' bis0°46'; n DM 1,540 bis 1,543;löslich in 2,5 bis 4 Vol. 60°/o igen Alkohols (die Löslichkeit in60%igem Alkohol läßt mit der Zeit nach) und in 1 bis 2 Vol.70%igen Alkohols; S. Z. 1,6 bis 2,8; Blausäuregehalt 0,4 bis3,6 °/o, selten höher (bis über 8 °/o!).

Da Kirschlorbeeröl wegen seines Blausäuregehalts sehr giftigist, so ist bei seiner Verwendung auf diese Eigenschaft Rücksichtzu nehmen.

Zusammensetzung. Wie das Bittermandelöl, so enthält auchdas Kirschlorbeeröl Benzaldehyd, Blausäure und Benzal-dehydeyanhydrin (Phenyloxyacetonitril)' 2 ); selbstverständlichwerden auch hier dieselben Schwankungen stattfinden wie beimBittermandelöl (vgl. dieses).

Neben den genannten Körpern finden sich nach W.A.Tilden 3 )Spuren einer andern Substanz, die vermutlich den von Bitter-mandelöl abweichenden Geruch bedingt. Schüttelt man das Ölmit Natriumbisulfitlösung aus, so bleibt eine dunkelgefärbteFlüssigkeit zurück, die bei der Oxydation mit Chromsäure Benzoe-säure liefert. Tilden vermutete in dem Körper Benzylalkohol.

Verfälschungen und Prüfung. Kirschlorbeeröl ist denselbenVerfälschungen wie Bittermandelöl ausgesetzt. Der Nachweisgeschieht auf die nämliche Weise, wie bei diesem Öle aufSeite 605 angegeben ist.

L ) Chem. Zentralbl. 1910, II. 892.

-) Fileti, Gazz. chim. ital. 8 (1878), 446; Berl. Berichte 12 (1879), 296.

) Pharmaceutical )ourn. III. 5 (1875), 761.