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2 (1913)
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Wildkirschenrindenöl.

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348. Kjrschkernöl.

Zerkleinerte Kirschkerne (Kerne mit den Steinschalen) gabenbei der Destillation nach vorhergegangenem Einmaischen 0,016 °/oätherisches Ol von folgenden Eigenschaften: d 18 = 1,0532, a D + 0°,n D20 1,53888, löslich in 2,5 Vol. u. m. 60°/oigen Alkohols. DerBlausäuregehalt betrug 0,27 °/o. Das Öl war farblos bis blaß-gelb und roch zwar ähnlich wie Bittermandelöl, aber doch deut-lich davon verschieden. 1 )

349. Wildkirschenrindenöl.

Die Rinde des auf dem nordamerikanischen Kontinent ge-deihenden Wildkirschenbaumes, Prunus virginiana Mill. (Prunusserotina Poir.), ist bei den Eingeborenen seit langer Zeit zurBereitung von aromatischen Getränken und von Hausmittelngebraucht, und schon in die ersten Ausgaben amerikanischerPharmakopoen aufgenommen worden. Der Gehalt des Destillatsder Rinde an blausäurehaltigem ätherischem Ol wurde im Jahre1834 bei seiner Untersuchung von St. Procter") erkannt.Wm. Procter 8 ) stellte im Jahre 1838 fest, daß das Öl in derRinde nicht fertig gebildet vorhanden ist, sondern in ähnlicherWeise entsteht wie Bittermandelöl. Die eingehendsten Unter-suchungen der Rinde und ihrer wesentlichen Bestandteile wurdenvon F. B. Power mit H. Weimar 4 ) und C. W. Moore 5 ) aus-geführt.

Die gepulverte Rinde liefert nach dem Einmaischen mit Wasser0,2 °/o Öl, das dem Öl aus bittern Mandeln gleicht, größtenteilsaus Benzaldehyd besteht und stark blausäurehaltig ist"). Spez.Gewicht 1,045 bis 1,050.

Die Rinde enthält nach Power und Moore dasselbe Glucosid,1-Mandelnitrilglucosid (Amygdonitrilglucosid), dasHerissey 7 )

x ) Bericht von Schimmel Si Co. April 1913, 109.

2 ) Americ. Journ. Pharm. 6 (1834), 8.

3 ) Ibidem 10 (1838), 197.

4 ) Pharm. Rundschau (New York) 5 (1887), 203.

5 ) Journ. ehem. Soc. 95 (1909), 243.

°) Bericht von Schimmel Sf Co. April 18!)0, 48.

7 ) Journ. de Pharm, et Chim. VI. 26 (1907), 194. Arch. der Pharm. 245(1907), 475, 641.

Gildemeister, Die ätherischen Öle. II.

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