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2 (1913)
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606
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Familie: Rosaceae.

Wasser hinzu und stellt das Glas in heißes Wasser, worauf beireinen Ölen eine klare Auflösung erfolgt. Fremde Körper sammelnsich an der Oberfläche der Flüssigkeit an und können getrenntund weiter untersucht werden.

Zur Prüfung auf Nitrobenzol (Mirbanöl) nimmt man entwederdas auf der Bisulfitlösung schwimmende oder das ursprüng-liche Öl, löst es in der zwanzigfachen Menge Alkohol, verdünntmit Wasser bis zur bleibenden Trübung, setzt etwas Zink undverdünnte Schwefelsäure hinzu und überläßt das Gemisch einigeStunden sich selbst. Dann filtriert man, befreit die Lösung durchEindampfen vom Alkohol und kocht sie kurze Zeit mit einemTropfen Kaliumbichromatlösung. Etwa vorhandenes Nitrobenzolwird zu Anilin reduziert, das sich durch violette Färbung derFlüssigkeit zu erkennen gibt.

Die häufigste Verfälschung des Bittermandelöls, des blau-säurehaltigen sowohl wie des blausäurefreien, besteht in demZusatz oder der Substituierung von künstlichem Benzaldehyd.Da dieser von der Darstellung her vielfach chlorhaltige Produktebeigemengt enthält, so ist durch den Nachweis von Chlor auchder Nachweis von künstlichem Benzaldehyd erbracht. Man wählthierzu am besten die in Bd. I, S. 630 beschriebene Verbrennungs-methode.

Da auch chlorfreier Benzaldehyd im Handel vorkommt, soist das Ausbleiben der Chlorreaktion noch keineswegs ein Zeichenfür die Reinheit des Öls. In allen Fällen aber, wo Chlor gefundenwird, ist mit positiver Gewissheit der Beweis für die Verfälschungmit künstlichem Benzaldehyd erbracht.

Spirituszusatz, der auch nicht selten vorkommt, ist auf diegewöhnliche Weise zu erkennen.

Über verschiedene Methoden zur Bestimmung von Benz-aldehyd im Bittermandelöl siehe Dodge, Anm. 3, S. 605 undBericht von Schimmel &> Co. April 1913, 29.

Aufbewahrung. Läßt man kleine Mengen Benzaldehyd ineinem offenen Schälchen an der Luft stehen, so scheiden sichbald Kristalle aus, und in kurzer Zeit ist das Ganze in einenKristallbrei von Benzoesäure verwandelt. Derselbe Vorgang findetstatt, wenn Benzaldehyd in halb gefüllten Flaschen aufbewahrtwird. Man sollte deshalb Benzaldehyd stets in ganz vollen,gut verschlossenen Flaschen aufheben, wo eine solche Umwand-