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Familie: Rosaceae.
einen Bestandteil enthält, der in Wasser leichter löslich ist als imOl selbst, ähnlich wie es beim Rosenöl der Fall ist.
Es wurden zwei Proben des Öls aus verschiedenen Anteilendes Untersuchungsmaterials erhalten mit folgenden Eigenschaften:d 25 „0,8984 und 0,8985, «„ + 4,6 und +5,05°, n J)O0= 1,4830 und1,4892, V. Z. 3,80, V. Z. nach Acetlg. 30,3.
Die Hauptmenge des Öls siedete zwischen 250 und 263° undbestand hauptsächlich aus einem Terpen (Sesquiterpen?), zuetwa 7% aus einem Alkohol und aus einem in noch kleinererMenge vorhandenen Ester. Das nicht flüchtige, noch starkriechende, durch Chlorophyll grün gefärbte Wachs, das ca. 72%des Ausgangsmaterials ausmachte, zeigte einen körnigen Bruchwie Bienenwachs.
Familie: ROSACEAE.339. Spiraeaöl.
ÖL DER BLÜTEN.
Im Jahre 1835 erhielt Pagenstecher 1 ) durch Destillationder Blüten von Spiraea Ulmaria L. (Familie der Rosaceae) einekleine Menge eines schweren, in Wasser untersinkenden Öls,das er Löwig' 2 ) zur Untersuchung übergab. Dumas 3 ), dem dasÖl gezeigt wurde, erkannte seine Ähnlichkeit mit dem von Piriakurze Zeit vorher aus Salicin erhaltenen Salicylaldehyd (Salicyl-wasserstoff). Ettling 4 ) bestätigte die von Dumas ausgesprocheneVermutung, indem er nachwies, daß das Spiraeaöl sich aus 2 bis 3flüchtigen Stoffen zusammensetzt, von denen der eine Salicyl-aldehyd ist.
Bei der Destillation der Blüten erhielt Ettling 0,2 °/o Öl. DieAusbeute soll, nach W. Wickes 5 ) Angabe, aus der kultivierten, ge-
*) Repert. f. d. Pharm. 49 (1835), 337; Pharm. Zentralbl. 1835, 137.a ) Löwig, Poggend. Ann. 36 (1835), 383. — Löwig u. Weidmann,Pharm. Zentralbl. 1839, 129.
s ) Liebigs Annalen 29 (1839), 306.
4 ) Ibidem 29 (1839), 309; 35 (1840), 241.
r >) Ibidem 83 (1852), 175.