Öl von Hamamelis virginiana.
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Die Eigenschaften eines solchen Balsams 1 ) waren: d 15 „ 1,0932,« I1 + 6°22', n ]J20 .1,59407, E. Z. (heiß) 151,0, V. Z. (kalt) 163,7.
Der Hondurasbalsam ist von H. Thoms und A. Bi 11z-) sowievon A. Hellström :! ) als weißer Perubalsam beschrieben unduntersucht worden. Weitere Arbeiten über seine Zusammen-setzung sind von M. Burchhardt 4 ) und von A. Tschirch und). O. Werdmüller 5 ) ausgeführt worden.
Bei der Destillation der oben erwähnten Balsamprobe mitWasserdampf erhielten Schimmel 8j Co. 1 ) 15 bis 20°/o ätherischesOl, dessen Menge zur Feststellung der Konstanten zu gering war.
Von flüchtigen Bestandteilen enthält der Hondurasbalsamnach den oben aufgeführten Untersuchungen: freie und veresterteZimtsäure, Zimtalkohol, Phenylpropylalkohol, Kohlen-wasserstoffe C 8 H 8 , C 5 H 10 , C il H 12 und ein bei 261 bis 262° siedendesSesquiterpen. Alle diese Körper dürften sich auch in demätherischen Ol wiederfinden.
338. Ol von Hamamelis virginiana.
Wenn die Zweige von Hamamelis virginiana L. („witch hazel")in größerem Maßstab destilliert werden, scheiden sich im Destillatgeringe Mengen einer grünen, fettigen, stark riechenden Substanzab, die lange für den therapeutisch wirksamen Bestandteil desDestillats gehalten wurde.
Das weiche, schmierige, grüngefärbte, stark riechende „Öl"wurde von W. L. Scoville") untersucht. Es wurde mit Wasser-dampf destilliert und das Destillationswasser so lange kohobiert,bis das Destillat fast klar überging. Das nur sehr langsam über-gehende gelbliche Öl besaß einen starken Geruch, der deutlichan Aqua hamamelidis erinnerte, ohne ihm jedoch gänzlich zugleichen. Vielleicht beruht dies darauf, daß das ursprüngliche Öl
J ) Beobachtung im Laboratorium von Schimmel ß( Co.'-) Zeitschr. d. allg. österr. Apoth. Ver. 42 (1904), 943.
3 ) Arch. der Pharm. 243 (1905), 218.
4 ) Schweiz. Wochenschr. f. Chem. u. Pharm. 43 (1905), 238; Chem. Zentralbl.1905, I. 1705.
B ) Arch. der Pharm. 24S (1910), 420.
") Vortrag, gehalten auf der 59. Jahresversammlung der American Phar-maceutical Association, New York, September 1907, nach Americ. Perfumer2 (1907), 119.