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2 (1913)
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Spiraeaöl.

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füllten Varietät größer sein, als aus der wildwachsenden Pflanze.Spiraeablütenöl ist schwerer als Wasser und erstarrt bei18bis20° vollständig.

Aus den Untersuchungen von A. Schneegans und ). G. Ge-ro ck 1 ) geht hervor, daß das Öl neben Salicylaldehyd (früherSpiroylwasserstoff, Spiraeasäure, Salicylwasserstoff, spiroyligeoder spirige Säure genannt) auch Methylsalicylat sowie Spurenvon Heliotropin (Piperonal) und Vanillin enthält. Ettling fandaußerdem noch sehr wenig einer campherartigen, in weißen, perl-mutterglänzenden Blättchen kristallisierenden Materie (Paraffin?)und ein indifferentes Öl von der Zusammensetzung C 5 H 8 , alsoder eines Terpens oder Sesquiterpens.

In den Blüten selbst ist, wie Schneegans und Gerocknachwiesen, kein Salicylaldehyd als solcher enthalten. Dieserentsteht vielmehr erst bei der Destillation durch Einwirkung einesFerments auf einen unbekannten Körper, der aber entgegen derAnnahme Buchners' 2 ) kein Salicin ist. Die Blüten enthaltenneben Methylsalicylat auch freie Salicylsäure.

ÖL DER WURZELN.

Die Angaben W. Wickes, daß in den Wurzeln von SpiraeaUlmaria L. Salicylaldehyd enthalten sei, ist unrichtig. Das ausihnen durch Destillation gewonnene Öl besteht nach R. Nietzki 3 )in der Hauptsache aus Methylsalicylat neben Spuren einerandern Substanz, wahrscheinlich eines Kohlenwasserstoffs.

Nach M. W. Beijerinck 4 ) enthalten Wurzeln, Rhizome unduntere Teile des Krautes von Spiraea Ulmaria, Sp. Filipendulaund Sp. palmata das Glucosid Gaultherin, das durch Ein-wirkung des gleichfalls anwesenden Enzyms GaultheraseMethylsalicylat liefert. Die älteren Wurzeln und Rhizomteile vonSpiraea kamtschatica enthalten noch ein zweites Glucosid, dasSpiraein, aus dem die Gaultherase Salicylaldehyd abspaltet.

ÖL DES KRAUTES.In dem aus dem Kraut gewonnenen Destillat ist von W.WickeSalicylaldehyd nachgewiesen.

J ) )ourn. der Pharm, f. Elsaß-Lothr. 19 (1892), 3 u. 55; )ahresb. f. Pharm.1892, 164.

2 ) Liebigs Annalen 88 (1853), 284.

3 ) Arch. der Pharm. 204 (1874), 429.

4 ) Chem. Zentralbl. 1899, 11. 259.