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Cassiaöl.
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am unteren Rande eine Rinne, in der sich das an den abge-kühlten Wandungen abscheidende Destillat ansammelt, das danndurch ein Rohr zu den Vorlagen geleitet wird. Die Kühlunggeschieht von außen. Das aus der inneren Rinne ablaufendeDestillat fließt in kaskadenförmig aufgestellte Vorlägen, in denensich das schwere Öl auf dem Boden ansammelt. Das schließlichablaufende Wasser wird zur nächsten Destillation benutzt.
Der Versand des Cassiaöls geschieht in Bleikanistern von7,5 kg Inhalt, von denen je 4 in eine Kiste verpackt werden. DieZwischenräume werden mit Reisspelzen dicht ausgefüllt.
Die Etiketten der Kanister sind seit langem in Form undFarbe unverändert beibehalten worden.
Eigenschaften. Chinesisches Zimtöl oder Cassiaöl ist, wennrein und unverfälscht, ein ziemlich dünnflüssiges, gelbes bisbräunliches Öl von starkem Lichtbrechungsvermögen. Sein Ge-ruch ist zimtartig, der Geschmack brennend und intensiv süß,ohne den unangenehm kratzenden Nachgeschmack, der sich beiden mit Kolophonium verfälschten Ölen bemerkbar macht. d ]5 „1,055 bis 1,070. Da das spez. Gewicht des Zimtaldehyds demder andern im Öle enthaltenen Bestandteile fast gleich ist, sokommen Unterschiede im Aldehydgehalt durch die Dichte nichtzum Ausdruck. a D — 1 bis +6°; n D20o 1,602 bis 1,606; S. Z. 6bis 15, ausnahmsweise bis 20.
In 1 bis 2 Vol. 80°/oigen Alkohols ist Cassiaöl leicht lös-lich. Sein Verhalten gegen 70% igen Alkohol ist insofern ver-schieden, als die meisten Öle mit 2 bis 3 Vol. dieses Lösungs-mittels klare, andre, sonst gute Öle aber opalisierend trübeLösungen geben, ein Verhalten, das möglicherweise auf das häufigim Öle enthaltene zimtsaure Blei zurückzuführen ist.
Das Öl siedet unter teilweiser Zersetzung und Abspaltungvon Essigsäure zwischen 240 und 260°. Im Kolben bleiben 6 bis8°/o als dicker, breiartiger Destillationsrückstand. Näheres hier-über siehe unter Prüfung.
Mischt man kleine Mengen (4 Tropfen) Cassiaöl, unterKühlung mit Eiswasser, mit ebensoviel Salpetersäure, so ver-einigen sich beide Flüssigkeiten zu einer Kristallmasse. DieseReaktion, die früher das Deutsche Arzneibuch als Identitäts-reaktion anführte, beruht auf der Bildung eines kristallinischen,