Sternanisöl.
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reines Öl mit 3 Vol. 90% igen Alkohols eine vollständige Lösunggibt, die auch bei weiterem Alkoholzusatz klar bleibt, erzielt manmit petroleumhaltigem Öl nur eine trübe Mischung, aus der sich beilängerem Stehen das Petroleum in Form von Tropfen abscheidet.
Zur Isolierung des Petroleums destilliert man das Öl mitWasserdampf, fängt die zuerst übergehenden Anteile getrenntauf und behandelt sie mit konzentrierter Schwefelsäure und nach-her mit starker Salpetersäure. Das ätherische Öl wird hierbeizerstört, während das Petroleum fast unverändert bleibt und durchsein allgemeines Verhalten erkannt werden kann. HochsiedendeMineralölfraktionen sind mit Wasserdampf nicht flüchtig undwerden sich deshalb in dem bei der Dampfdestillation bleibendenRückstande finden.
Inwieweit die Eigenschaften des Sternanisöls durch einenZusatz von 5 und 10% Petroleum verändert werden, ergibt sichaus der folgenden Tabelle 1 ):
dl50
Erstarrungs-punkt
Löslichkeit in 90°/°igemAlkohol
Reines ÖlDasselbetroleum
mit 5°/o
Pe-
0,9860,9780,970
+ 18°
j- 16,25°
+ 14,75°
1: 2,2 und mehr
Dasselbe
troleum
mit 10°/o
Pe-
| nicht klar löslich in 10 Vol.90°/oigen Alkohols
Hieraus geht hervor, daß Verfälschungen mit Petroleumleichter durch das spez. Gewicht und die Löslichkeit erkanntwerden, als dies durch den Erstarrungspunkt möglich ist. Des-halb muß unter allen Umständen verlangt werden, daß die Ölea uch in Bezug auf Löslichkeit und spez. Gewicht den unter „Eigen-schaften" aufgestellten Anforderungen entsprechen, selbst wennder Erstarrungspunkt noch den Ansprüchen genügen sollte.
Zuweilen sind Öle beobachtet worden, deren niedriger Ane-tholgehalt zunächst eine Verfälschung vermuten ließ, und zwarglaubte man 2 ), daß ihnen eine Campherölfraktion zugesetzt sei.
*) Bericht von Schimmel $ Co. April 1S!)7, 42.
-) E. ). Parry, Chemist and Druggist 77 (1910), 687. — ). C. Umney,Perfum. and Essent. Oil Record 1 (1910), 236. — H. R. Jensen, Pharmaceuticallourn. 85 (1910), 759.
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