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2 (1913)
Entstehung
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379
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Amerikanisches Wurmsamenöl.

Wasserstoff auf, sodaß, um die bei der Reduktion eintretendeErwärmung nicht zu stark werden zu lassen, die Wasserstoff-zufuhr reguliert werden muß. Dabei entstehen zwei leicht zutrennende Produkte, ein mit Wasserdampf leicht flüchtiges Ölund ein schwerer übergehender fester Körper, den man, nach-dem die Hauptmenge des flüchtigen Körpers übergegangen ist,am besten durch Extrahieren des Rückstandes mit Chloroformgewinnt. Das feste Reduktionsprodukt stellt ein neues Terpin,1, 4-Terpin (Terpinenterpin) dar. Es bildet große, bei 116 bis117° schmelzende Prismen. Dieses Terpin kann in zwei sterischisomeren Modifikationen bestehen, von denen eine bei 137°schmelzende schon vor einigen Jahren von Wallach') beschriebenwurde. In dem Produkt vom Smp. 116 bis 117° würde also diezweite Form vorliegen. Als Hauptprodukt entsteht beim Er-wärmen des 1,4-Terpins mit Oxalsäure 1,4-Cineol 2 ) (Sdp. 172°;d ]S0,9010; n D18 1,4479), das beim Vermischen mit Bromwasser-stoff-Eisessig Terpinendibromhydrat (Smp. 58 bis 59°) liefert. Beimandauernden Erwärmen mit Kaliumpermanganat wurde nicht eineder Cineolsäure entsprechende Säure erhalten, sondern eine schwerlösliche, bei 157° schmelzende, von geringerem Sauerstoffgehalt.Bei der Zerlegung des 1,4-Terpins mit Oxalsäure entsteht nebenviel 1,4-Cineol eine kleine Menge eines ungesättigten Alkohols.In reinem Zustande läßt sich dieser Alkohol nicht gewinnen,dagegen war es möglich, sein Oxydationsprodukt zu identifizieren.Zu diesem Zwecke wurde das mit Wasserdampf abdestillierteSpaltungsprodukt des Terpins mit l°/oiger Kaliumpermanganat-lösung bei 0° oxydiert. Das vorhandene 1,4-Cineol wurde mitWasserdampf abgeblasen. In dem Rückstande war ein Glycerolenthalten, das beim Erwärmen mit verdünnter Schwefelsäure unterBildung von Cymol und einem Keton, z^-Menthenon-S, zerfiel.Damit war die ursprüngliche Anwesenheit von /l !! -Menthenol-lnachgewiesen. Die beiden existenzmöglichen Terpinenole liefernbei weitergehender Oxydation a, «'-Dioxy-ß-methyl-e'-isopropyl-adipinsäure, die durch Überführen in das Dilacton leicht nach-zuweisen ist. Tatsächlich gelang es, bei der entsprechendenBehandlung der Oxydationslaugen ein bei 72° schmelzendes

1 ) Berl. Berichte 40 (1907), 577.

2 ) Liebigs Annaien 856 (1907), 197.