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Familie: Santalaceae.
sollen Zusätze von Sesamöl, Paraffinöl und Leinöl dort nichtselten vorkommen.
Das beste Mittel, sich von der Reinheit eines Sandelholzölszu überzeugen oder die Menge eines Verfälschungsmittels fest-zustellen, ist die Bestimmung des Santalolgehalts. Gute Öleenthalten meist 94 bis 98°/«) niemals aber unter 90 %> Santalol.
Parry 1 ) hatte zuerst vorgeschlagen, das Santalol durch Er-hitzen mit Essigsäure in einem geschlossenen Gefäß auf 150°in seinen Ester überzuführen und diesen durch alkoholischeKalilauge zu verseifen. Nach Schimmel 2; Co. 2 ) ist es jedochzweckmäßiger, die Alkoholbestimmungen in ätherischen Ölen mitEssigsäureanhydrid auszuführen.
Hierzu verfährt man folgendermaßen 3 ):
10 ccm Sandelholzöl werden in einem Acetylierungskölbchenmit dem gleichen Volumen Essigsäureanhydrid vermischt undnach Zusatz von etwa 2 g geschmolzenem Natriumacetat undeinigen Siedesteinchen 1 Stunde lang in gelindem Sieden erhalten.Nach dem Erkalten setzt man zu dem Kolbeninhalt etwas Wasserund erwärmt unter mehrmaligem Umschütteln '/* Stunde auf demWasserbade, um das überschüssige Essigsäureanhydrid zu zer-setzen. Man läßt abermals erkalten, trennt das Öl im Scheide-trichter von der wäßrigen Flüssigkeit und wäscht mit Wasseroder besser mit Kochsalzlösung bis zur neutralen Reaktion. Vondem mit wasserfreiem Natriumsulfat getrockneten, acetyliertenÖl werden 1,5 bis 2 g mit 20 ccm alkoholischer Halbnormal-Kalilauge verseift, nachdem man vorher die etwa noch vor-handene freie Säure sorgfältig neutralisiert hat; durch Titration mitHalbnormal-Schwefelsäure wird der Verbrauch an Kali bestimmt.
Der Gehalt an Santalol C 1B H 24 0 4 ) wird dann durch die nach-stehende Formel"') ermittelt:
P= a11s —a ■ 0,021
x ) Pharmaceutical Journ. 55 (1895), 118.
2 ) Bericht von Schimmel 8j Co. Oktober 1895, 41.
3 ) Siehe auch Bd. I, S. 594.
4 ) Häufig wird der Santalolgehalt von Fabrikanten ätherischer Öle nochnach der falschen Formel Ci 5 H. 2 cO garantiert, wodurch ein um etwa l°/ohöherer Gehalt vorgetäuscht wird.
r ') Siehe auch die Tabellen am Schluß des I. Bandes S. 638 bis 661.