Pileaöl.
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Schimmel 8) Co. L ) destillierten nicht blühendes Kraut vonCannabis inclica und erhielten 0,1% eines narkotisch, aber nichtunangenehm riechenden, dünnflüssigen Öls, welches bei 0° nichtbutterartig erstarrte. Das spez. Gewicht war 0,932.
Ob das im Öle enthaltene Sesquiterpen mit einem der be-kannten identisch ist, läßt sich nach den dürftigen Literatur-angaben nicht entscheiden. Das Cannabenhydrat Personnesist möglicherweise nichts anderes als eins der in ätherischenÖlen so häufig vorkommenden Paraffine.
Der wirksame Bestandteil des Haschischs ist nach S. F r ä n k e 1 -)und M. Czerkis : ') ein phenolartiger Körper C 21 H 2il O .OH, dasCannabinol, der aus dem Petrolätherextrakt durch Destillationim Vakuum (Sdp. 230° bei 0,1 mm) isoliert wurde. Ob dasCannabinol mit Wasserdämpfen flüchtig, und demnach in demätherischen Öl enthalten ist, weiß man nicht.
Familie: URT1CACEAE.
218. Pileaöl.
Herkunft. Ein auf der Insel Reunion destilliertes Öl einernoch nicht benannten Spezies der Gattung Pilea (Familie derUrticaceae) ist zuerst von Schimmel 8j Co. 1 ) beschriebenworden.
Eigenschaften. Das wasserhelle bis grünliche, sehr dünn-flüssige Öl, von dem bisher 2 Muster untersucht worden sind,hat einen terpenartigen, nicht unangenehmen Geruch. d JS „ 0,8533und 0,8520; a D +33°53' und +58°20'; n D20 ,1,46862 und 1,46902;E. Z. 5,1 und 7,7; E. Z. nach Actig. 24,2 und 34,4; löslich inca. 5 Vol. 90" oigen Alkohols u. m. mit leichter Trübung. Beider fraktionierten Destillation ging das Öl bei 748 mm Luftdruckfolgendermaßen über: 1) 158 bis 159° 6%; 2) 159 bis 160° 35°/o;
] ) Bericht von Schimmel &, Co. Oktober 1895, 57.
') Arch. f. experiment. Patholog. u. Pharmakolog. 40 (1903), 266; Chem.Zentralbl. 1903, II. 199.
3 ) Liebigs Annalen 351 (1907), 467. — Apotheker Ztg. '24 (1909), 742.') Bericht von Schimmel $ Co. Oktober 1906, 84 und April 1907, 113.