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2 (1913)
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Familie: Moraceae.

217. Hanföl.

Die verschiedenen Angaben über Zusammensetzung undEigenschaften des Hanföls weichen ziemlich stark voneinanderab. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß die Untersuchungen zumTeil am gewöhnlichen Hanf, Cannabis sativa L. (Familie derMoraceae) gemacht worden sind, teils an dem indischen Hanf,der botanisch vom gemeinen Hanf nicht zu unterscheiden undnur dadurch verschieden ist, daß er eine eigentümlich berauschendeWirkung, den Haschischrausch, hervorruft.

L. Valente 1 ) untersuchte ein Hanföl, das aus italienischerCannabis sativa gewonnen war. Es bestand hauptsächlich auseinem Sesquiterpen C 15 H, 4 vom Sdp. 256 bis 258°, dem spez.Gewicht 0,9299 bei 0° und dem spez. Drehungsvermögen[a D ] 10,8T. Salzsäure gab damit ein festes Chlorhydrat. Das-selbe Sesquiterpen ist im Ol der männlichen Pflanze von Cannabisgigantea enthalten.

Mach Personne-) ist das Öl von Cannabis indica eine öligeFlüssigkeit, leichter als Wasser, die bei 12 bis 15° zu einerbutterartigen Masse erstarrt. Es besteht aus zwei Kohlenwasser-stoffen und zwar aus dem flüssigen bei 235 bis 240° siedendenCannaben C JS H., 0 und aus dem aus Alkohol in fettglänzendenSchüppchen kristallisierendenCannabenhydrat", dessenAnalyse auf C 12 H 24 stimmt.

Bei der Dampfdestillation der weiblichen, blühenden, indischenHanfpflanze erhielt G. Vignolo :! ) ein leicht bewegliches, zwischen248 und 268° siedendes, bei Abkühlung auf18° nicht festwerdendes Ol von aromatischem Geruch. Beim Sieden überNatrium blieb im Rückstand ein noch nicht näher untersuchtesStearopten, während ein Sesquiterpen (Sdp. 256°; d 1S)30,897)überging. Die Formel C 16 H 24 wurde durch Elementaranalyseund Dampfdichtebestimmung festgestellt. Ein kristallisiertesChlorhydrat konnte aus dem Kohlenwasserstoff nicht gewonnenwerden.

') Gazz. chim. ital. 10 (1880), 540 u. 11 (1881), 191; Berl. Berichte 13(1880), 2431 u. 14 (1881), 1717.

') Journ. de Pharm, et Chim. III. 31 (1857), 48.8 ) Gazz. chim. ital. 25, I. (1895), 110.