Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
318
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

318

Familie: Piperaceae.

apiol. Eine Untersuchung des Blattmaterials ergab, daß die vonSchimmel 8( Co. destillierten Blätter und die von Thoms ausHamburg bezogenen durchaus verschieden waren, auch warendie Blätter unter sich nicht einheitlich.

Eigenschaften und Zusammensetzung von Maticoölenbestimmter botanischer Herkunft.

194. Ol von Piper angustifolium.

Aus Maticoblättern, die von Gilg und C. de C and olle alsunzweifelhaft echt und von Piper angustifolium Ruiz et Pavonstammend erkannt waren, haben Schimmel 8j Co. ein Oldestilliert, das von Thoms 1 ) untersucht worden ist. Nach mehr-tägigem Stehen schied sich eine größere Menge Kristalle aus,die sich durch den Schmelzpunkt 60 bis 61° als Asaron zuerkennen gaben. Aus den ersten Anteilen wurden etwa 10°/onicht näher charakterisierter Terpene herausgearbeitet, ferneraus der bei 70 bis 71° (13 mm) siedenden Fraktion mittels kon-zentrierter Arsensäurelösung Cineol. Die höher siedenden An-teile zeigten steigenden Methoxylgehalt und lieferten noch er-hebliche Mengen von Asaron, während es auf keine Weise ge-lang, die beiden oben erwähnten isomeren Apiole nachzuweisen.

195. Öl von Piper angustifolium var. Ossanum.

Das Öl von Piper angustifolium var. Ossanum C. DC. (Aus-beute 0,87°/o) enthält nach H. Thoms 2 ) nur Spuren Phenoläther.Bei der Destillation im Vakuum schied sich ein Camphergemisch ab,das bei 195° schmolz und vermutlich aus Campher und Borneolbestand.

196. Ol von Piper camphoriferum-).

Die bis dahin noch unbekannte Art Piper camphoriferumC. DC. ist von C. de Candolle 1909 beschrieben worden. Dasvon H. Thoms in einer Ausbeute von 1,11 % destillierte Ol

') Vortrag, gehalten auf der 76. Vers. D. Naturf. u. Ärzte zu Breslau;Pharm. Ztg. 4!) (1904), 811. — Arbeiten aus dem pharmazeutischen Institut derUniversität Berlin 2 (1905), 121.

2 ) H. Thoms, Über Maticoblätter und Maticoöle. Apotheker Ztg. "-4(1909), 411. — Arch. der Pharm. 247 (1909), 591.