Pfefferöl.
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schwarzen Pfeffer, während der weiße Pfeffer aus den ausgereiftenBeeren, bei denen die äußere Fruchthülle entfernt ist, besteht.Der Pfeffer wird kultiviert in Südindien, auf vielen Inseln desindischen Archipels, auf den Philippinen und in Westindien.
Darstellung. Der schwarze Pfeffer enthält 1 bis 2,3% äthe-risches Ol, das durch Destillation mit Wasserdampf aus dem zer-kleinerten Material gewonnen wird. Bemerkenswert ist hierbeidie auch bei einigen anderen Ölen, z. B. Ingweröl, Pimentöl undCubebenöl zu beobachtende Ammoniakentwicklung.
Auch der weiße Pfeffer, sowie die bei seiner Zubereitungabfallenden Pfefferschalen enthalten ätherisches Ol 1 ). Ob diesesin seinen Eigenschaften mit dem des schwarzen Pfeffers über-einstimmt, ist nicht bekannt.
Eigenschaften. Eine farblose bis gelbgrüne Flüssigkeit vonmehr oder weniger ausgesprochenem Phellandrengeruch undmildem, durchaus nicht scharfem Geschmack. d t5 „0,87 bis 0,916.Den polarisierten Lichtstrahl dreht es entweder nach links odernach rechts. a D — 10 bis +3°; n DM . 1,489 bis 1,499. In Alkoholist das Pfefferöl ziemlich schwer löslich, da meist etwa 10 bis15 Vol. 90°/oigen oder 3 bis 10 Vol. 95%igen Alkohols zur klarenLösung erforderlich sind. Wegen des großen Phellandrengehaltsdes Öls gelingt häufig die Phellandrenreaktion mit Natriumnitritund Eisessig ohne vorhergegangene Fraktionierung.
Zusammensetzung. Wie schon aus den ersten Analysen 2 )hervorgeht, ist Pfefferöl nahezu sauerstofffrei. Bestätigt wurdediese Tatsache durch die Untersuchung von L. A. Eberhardt 3 ),der bei der Elementaranalyse des Öls 87,26 °/o Kohlenstoff undWasserstoff fand. Die letzten Fraktionen des von 170 bis310° überdestillierenden Öls waren grün gefärbt. Das Destillat vonder Siedetemperatur 169,5 bis 171° besaß die Zusammensetzungeines Terpens. Das um 176° siedende Öl gab bei der Behand-lung mit Alkohol und Säure Terpinhydrat.
1 ) Lucä (Trommsdorffs Taschenbuch für Chemiker und Pharmaceuten1822, 81) erhielt aus weißem Pfeffer 1,61 °/o Öl.
2 ) Eine von Dumas (Liebigs Annalen 16 [1835], 159) ausgeführte Ana-lyse des Öls stimmte auf Ci 0 Hhj; vergl. auch Soubeiran u. Capitaine,Liebigs Annalen 34 (1840), 326.
3 ) Arch. der Pharm. 225 (1887), 515.
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