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Familie: Piperaceae.
Schimmel 8j Co. fanden später Phellandren im Pfefferöl 1 ).Aus der Linksdrehung (a D — 10°) der Fraktion, die zur Darstellungdes Nitrits diente, geht hervor, daß im Pfefferöl 1-Phellandrenenthalten ist.
Die Bildung des Dipententetrabromids beweist, daß die vonEberhardt untersuchte Fraktion vom Sdp. 176 bis 180° Dipentenenthielt. Zweifelhaft ist aber, ob Dipenten ein Bestandteil desursprünglichen Pfefferöls ist, oder ob es sich erst durch daswiederholte Fraktionieren aus dem Phellandren bildete 2 ).
Unentschieden muß auch die Frage bleiben, welchem Terpendas Terpinhydrat in diesem Falle seine Entstehung verdankt. Daßsich Dipenten in Terpinhydrat verwandeln kann, ist bekannt, obaber Terpinhydrat sich unter geeigneten Bedingungen auch ausPhellandren bilden kann, darüber existieren noch keine Unter-suchungen.
O. Schreiner und E. Kremers 3 ) isolierten aus dem Pfefferölein Sesquiterpen, dessen physikalische Konstanten mit denen desCaryophyllens übereinstimmten. Der Beweis für die Identitätmit diesem wurde durch Darstellung des bei 43" schmelzendenNitrosits geführt.
In den höchstsiedenden Anteilen fand H. Haensel 4 ) einenKörper vom Smp. 138°.
186. Pfefferöl aus langem Pfeffer.
Herkunft. Als langer Pfeffer sind die in dicht gedrängtenÄhrenspindeln stehenden Beeren von zwei Arten der GattungPiper oder Chavica, von Piper officinarum DC. (Chavica offi-cinarum Miq.) und Piper longum L. (Chavica Roxburghii Miq.)bekannt. Die erstere Art wächst auf den Inseln des indischenArchipels, die letztere ebendort sowie auf den Philippinen, imsüdlichen Indien, Bengalen, Malabar und auf Ceylon. Die Frucht-stände werden vor der Reife gesammelt und getrocknet.
') Bericht von Schimmel Sj Co. Oktober 1890, 39.
'-) Wallach sagt hierüber (Liebigs Annalen 287 [1895], 372): Phellandren-haltige Materialien dürfen nicht, oder wenigstens keineswegs wiederholt, beigewöhnlichem Drucke fraktioniert werden, da das Phellandren bei dieser Be-handlung schon eine Veränderung erleidet.
3 ) Pharmaceutical Archives 4 (1901), 61.
') Pharm. Ztg. 50 (1905), 412.