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Familie: Piperaceae.
Zusammensetzung. W. Busse 1 ) vermutet, daß in den Früchteneiniger geringerer Vanillearten, den sogenannten Vanillons, sowiein denen der in Tahiti kultivierten Vanillaplaniiolia Andr. (Familieder Orchiclaceae) außer Vanillin noch Piperonal vorkomme, wasaber nicht bewiesen worden ist.
Um die in der Tahiti-Vanille außer Vanillin enthaltenen Aroma-stoffe kennen zu lernen, stellte H. Walbaum-) das ätherischeExtrakt aus 9,2 Kilo dieser Vanille dar und gewann aus ihm,nach Entfernung des Vanillins mit Natronlauge, durch Wasser-dampfdestillation 7 g eines hellbraunen Öls von angenehmem,charakteristischem Geruch. Der Siedepunkt des Öls, das schwererals Wasser war, lag zwischen 105 und 118° (6 mm). 6 g davondestillierten ungefähr bei dem Siedepunkt des Anisalkohols,115 bis 118° (6 mm). Künstlicher Anisalkohol, aus Anisaldehyddargestellt, zeigte bei 5 mm Druck den Siedepunkt 117 bis 118°.Die Fraktion 115 bis 118° des Vanilleöls enthielt neben Anis-alkohol etwas Anisaldehyd, dessen Semicarbazon den Schmelz-punkt 204° besaß. Mit Phenylisocyanat lieferte die Fraktion einUrethan vom Smp. 93°, das mit dem Urethan aus künstlichemAnisalkohol identisch war. Bei der Oxydation der Fraktion mitPermanganatlösung entstand Anissäure, Smp. 180°. Ferner wurdefreie Anissäure in dem alkalischen Auszug des Extrakts nach-gewiesen. Piperonal dagegen konnte nicht aufgefunden werden.Ob Anisalkohol und Anisaldehyd auch Bestandteile des Aromasder wertvolleren Bourbon-Vanille sind, ist noch nicht festgestellt.
Familie: PIPERACEAE.
185. Pfefferöl.
Oleum Piperis. — Essence de Poivre. — Oil of Black Pepper.
Herkunft. Die unreif gepflückten und getrockneten Beeren-früchte des ursprünglich im südlichen Indien einheimischen Kletter-strauches, Piper nigrum L. (Familie der Piperaceae), bilden den
') Arbeiten a. d. Kaiserl. Ges. Amt 15 (1898 bis 1899), 107.
2 ) Über das Vorkommen von Anisalkohol und Anisaldehyd in der Tahiti-Vanille. Wallach-Festschrift. Göttingen 1909. S.649; Bericht von Schimmel &, Co.Oktober 1909, 140.