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2 (1913)
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305
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Vanilleöl.

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Salzsäuregas gesättigt, eine Chlorwasserstoffverbindung lieferte,die nach dem Umkristallisieren aus Methylalkohol bei 79 bis 80°schmolz. Das Chlorhydrat war inaktiv, eine Chlorbestimmungergab folgendes Resulat:

0,4306 g Sbst: 0,5928 g AgClGefunden Berechnet f. C 1B H 4 -3HC1

Cl 34,06 °/o 33,9%.

Die Vermutung, daß es sich hier um das Chlorhydrat desBisabolens handle, wurde durch die weitere Untersuchungbestätigt. Mit Natriumacetat und Eisessig wurde daraus einSesquiterpen abgespaltet, das nach zweimaligem Fraktionierenfolgende Konstanten zeigte: Sdp. 265 bis 267° (757 mm), d 15 .0,8748,« T) + 0°, n D20 o 1,49063. Mit Salzsäuregas gab dieser Kohlenwasser-stoff wieder das Trichlorhydrat vom Smp. 79 bis 80°.

Der beim Destillieren des Cardamomenwurzelöls verbliebeneRückstand wurde bei ca. 15° durch ausgeschiedenes Paraffinfest, letzteres zeigte nach dem Umkristallisieren aus Alkohol denSmp. 62 bis 63°.

Im Cardamomenwurzelöl wurden somit Cineol, Bisabolenund ein Paraffin nachgewiesen; Bisabolen ist der Haupt-bestandteil.

Familie: ORCHIDÄCEÄE.183. Ol von Orchis militaris.

Crouzel 1 ) erhielt durch Ausziehen von Orchis militaris L.mit Äther oder Alkohol eine kleine Menge Öl von gelblicher Farbeund lieblichem, kräftigem Geruch. Durch Wasserdampfdestillationist das Ol nicht gewinnbar.

184. Vanilleöl.

Herkunft und Gewinnung. Von den Aromastoffen der Vanilleist das Vanillin, von dem gute Vanillesorten etwa 2°/o enthalten,das wichtigste. Aber nicht nach dem Vanillingehalt allein läßtsich der Wert der Vanille beurteilen, vielmehr sind die das Vanillinbegleitenden aromatischen Bestandteile für den Charakter desVanillearomas von großer Bedeutung.

') Apotheker Ztg. 16 (1901), 6.

Gildemeister, Die ätherischen Öle. II.

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