Korarima-Cardamomenöl.
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gehaltes mehr an Cajeputöl. Die zur Verfügung stehende Öl-menge war so klein, daß über die Zusammensetzung nichts Ge-naueres festgestellt werden konnte.
180. Kamerun'Cardamomenöl.
Als Kamerun-Cardamomen scheinen die Früchte mehrerernahe verwandter Aframomum-Arten in den Handel gekommenzu sein. Sadebecks 1 ) (Kulturgewächse der deutschen Kolonien,Jena 1899, S. 171) Angabe, daß die Stammpflanze der Kamerun-Cardamomen Amomutn angustifolium Sonnerat sei, trifft nichtzu. Dasselbe gilt von einer im Pharmaceutical Journal (III. 2[1872], 642) enthaltenen Notiz von D. Hanbury über Cardamomendes tropischen Westafrika, wonach Amomum Dan/ei/// Hook. f.und A. angustifolium Sonnerat identisch sein sollen.
Nach der Monographie der Zingiberaceae von K.Schumann(Englers Pflanzenreich Heft 20) wurde die früher als Amomumangustifolium Bak. vereinigte Art in Aframomum DanielliiK. Schum. {Amomum Daniellii Hook, f.) und AframomumHanburyi K Schum. getrennt.
Zu der ersteren Art gehören die von Schimmel 2j Co. destil-lierten Kamerun-Cardamomen, während sich die von H.^Haenselzur Ölgewinnung benutzten und von W. Busse (Arbeiten ausdem Kais. Gesundheitsamt 14 [1898], 139) beschriebenen Kamerun-Cardamomen wahrscheinlich von Aframomum Hanburyi ableiten.
Kamerun-Cardamomenöl von Schimmel 8; Co. 2 ). Aus-beute 2,33%; d 16 „0,907; « n — 20°34'. Löslich in 7 bis 8 Vol.80%igen Alkohols. Es enthält Cineol (Jodol-Reaktion).
Kamerun-Cardamomenöl von H. Haensel 8 ). Ausbeute1,6%; d 1B .0,9071; u D — 23,5°; n DM . 1,4675.
181. Korarima'Cardamomenöl.
Die Korarima-Cardamomen, früher als Cardamomum majusbezeichnet, haben die Größe und Gestalt einer kleinen Feige; siekommen aus den südlich von Abessinien gelegenen Ländern, ge-langen aber selten in den europäischen Handel. Die Stamm-pflanze dieser Cardamomensorte ist Amomum i\orarima Pereira.
1 ) Bericht von Schimmel £( Co. April 1912, 133.
2 ) Ibidem Oktober 1897, 10.
3 ) W. Busse, loc. cit.