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2 (1913)
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302
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Familie: Zingiberaceae.

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178. Bengal'Cardamomenöl.

Herkunft. Die Bengäl-Cardamomen von Amomum aromaticumRoxb. 1 ) geben bei der Destillation 1,12% ätherisches Öl.

Eigenschaften. Bengal-Cardamomenöl 2 ) ist hellgelb gefärbt,besitzt einen ausgesprochenen Geruch nach Cineol und hat dasspez. Gewicht 0,920 bei 15°; a D 12°41'. In einem und mehrerenVol. 80°/oigen Alkohols ist es klar löslich.

Bei der Destillation geht bis 220° die Hauptmenge über,während im Kolben ein verhältnismäßig großer Rückstand bleibt.

Zusammensetzung. Der einzige bekannte Bestandteil desÖls ist Cineol. Seine Gegenwart wurde durch Darstellung desBromwasserstoffadditionsprodukts, Abscheidung des reinen bei175 bis 176° siedenden Cineols vom spez. Gewicht 0,924 undÜberführung dieses in Cineolsäure (Smp. 197°) nachgewiesen.

Da dem Bengal-Cardamomenöl der charakteristische Carda-momen-Geruch fehlt, kann es nicht die Stelle des Ceylon-Carda-momenöls vertreten und ist deshalb praktisch ohne Bedeutung.

179. Öl von Aframomum angustifolium.

Aframotnum angustifolium K. Schum. 3 ) ist eine in Deutsch-Ostafrika heimische Cardamomenart, die auch auf Madagaskarund den Seychellen vorkommt. Aus den Samen dieser Pflanze,die ihnen aus Usambara zugeschickt worden waren, erhieltenSchimmel b, Co. 4 ) bei der Destillation 4,5% farbloses Öl mitfolgenden Eigenschaften: d 16 .0,9017, « D16°50', n D204,46911,S.Z. 0,4, E.Z. 4,2, lösl. in 6 Vol. u. m. 80%igen Alkohols.

Im Geruch kann das Öl mit dem Ceylon-Cardamomenöl nichtkonkurrieren, denn es erinnert wegen seines starken Cineol-

*) Die Bengal-Cardamomen stammen nach E. M. Holmes von Amomumaromaticum Roxb. und nicht, wie Flückiger in der Pharmacographia angibt,von Amomum subulatum Roxb.

-) Bericht von Schimmel 8f Co. April 1897, 48.

3 ) Nach der Monographie von K. Schumann, Zingiberaceae (in EnglersPflanzenreich, Heft 20), sind Synonyma dieser Pflanze: Amomum angusti-folium Sonnerat, A. madagascariense Lam., A. nemorosum Boj., A. sansi-baricum Werth. Diese Nomenklatur stimmt nicht ganz mit dem Index Kewensisüberein, doch ist letzterer für den vorliegenden Fall nicht mehr maßgebend.

4 ) Bericht von Schimmel Sj Co. April 1912, 132.