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Familie: Zingiberaceae.
175. Siam-Cardamomenöl.
Herkunft. Die Samen der Siam-Cardamomen von AmomumCardamomum L. tauchen von Zeit zu Zeit auf dem LondonerMarkt auf, wo sie wegen ihres campherartigen Geruchs als„Camphor seeds" bezeichnet werden. Bei der Destillation erhieltenSchimmel § Co. 1 ) 2,4 °/o Öl.
Eigenschaften. Dieses Öl bildet bei gewöhnlicher Temperatureine halbfeste, nach Campher und Borneol riechende Masse. Umdie kristallinischen Abscheidungen wieder in Lösung zu bringen,mußte man das Öl auf 42° erwärmen, bei welcher Temperaturdas spez. Gewicht 0,905 und der Drehungswinkel +38° 4' betrug.
Die V. Z. war 18,8 und nach Actig. 77,2 (entsprechend 22,5" oBorneol im ursprünglichen Öl). Löslich ist das Öl in 1,2 Vol.80% igen Alkohols.
Zusammensetzung. Zur Trennung des Stearoptens wurde dasÖl in Eis gestellt und mit der Zentrifuge abgeschleudert, wobei800 g Öl 100 g Kristalle ergaben, die in heißem Petroläther ge-löst wurden. Aus der Lösung schieden sich beim Erkaltenca. 40 g fast reines Borneol ab, das nach der Reinigung(Überführen in den Benzoylester) bei 204° schmolz und in10°/ o iger alkoholischer Lösung das spezifische DrehungsvermögenM M0 . + 42°55' zeigte.
Die Petroläthermutterlauge hinterließ beim Verdunsten einekrümelige Masse, die nach dem Umkristallisieren aus 80°/oigemAlkohol bei 176 bis 178° schmolz und alle Eigenschaften desCamphers besaß. Der Schmelzpunkt des Oxitns lag bei 118°.Das Rotationsvermögen wurde in alkoholischer Lösung bestimmt,[«] D +45°17' bei 20°.
Die kristallinischen Abscheidungen des Siam-Cardamomen-öls-) bestehen demnach aus einem Gemenge von d-Borneolund d-Campher, und zwar sind beide Körper zu annäherndgleichen Teilen vorhanden.
x ) Bericht von Schimmel § Co. Oktober 1897, 9.
2 ) Von dem Öl aus Siam-Cardamomen und nicht aus dem der Ceylon-Cardamomen rührte wahrscheinlich der Campher her, den Flückiger in derPharmacographia II. Aufl. auf S. 647 erwähnt.
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