Ingweröl.
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Abweichend von dem aus afrikanischem oder aus Jamaica-Ingwer destillierten Ol verhielt sich ein Destillat aus japanischerWurzel, das aber insofern als nicht ganz normales Öl zu be-trachten ist, als es bei einer Probedestillation aus nur wenigenKilo Ingwer gewonnen worden war. Es hatte das hohe spez.Gewicht 0,894 und war im Gegensatz zu der sonst stets beobach-teten Linksdrehung rechtsdrehend, a^ -f-9°40'; es löste sich schonin 2 Vol. 90% igen Alkohols auf und gab keine Phellandrenreaktion.
Übrigens besaß ein anderes in Japan dargestelltes Ingweröl 1 )keine anderen Eigenschaften als die gewöhnlichen Öle. d ir> „ 0,883;% — 26°52'. Mit Natriumnitrit und Eisessig gab es eine deut-liche Phellandrenreaktion.
Ein auf den Philippinen destilliertes und in einer Ausbeute von0,072% (wahrscheinlich aus frischer Wurzel) erhaltenes Öl zeigte,wie R. F. Bacon 2 ) mitteilt, folgende Eigenschaften: df£0,8850,c <i>: !0 °5,9°(+?), n DiJ0 „ 1,4830, V. Z. 14. Das hellgelbe Öl löste sichin der zweifachen Menge 90% igen Alkohols u. m.
Zusammensetzung. 3 ) In den niedrigst siedenden Anteilen desIngweröls finden sich Terpene. Die Fraktion vom Sdp. 155 bis165° hat ein dem Öl selbst entgegengesetztes Drehungsvermögen(+ 63°13') und besteht aus d-Camphen. 4 ) Durch Behandeln mitEssigsäure und Schwefelsäure entsteht ein Acetat, das beimVerseifen Isoborneol, Smp. 212°, gibt, dessen Bromalverbindungbei 71° schmilzt. Das um 170° siedende Destillat enthältP'-Phellandren 4 ), es gibt ein bei 102° schmelzendes Nitrit.
Nicht unwesentlich für das Aroma des Öls sind drei vonSchimmel 8; Co. 5 ) nachgewiesene sauerstoffhaltige Bestandteile,nämlich Cineol, Citral und Borneol. Eine Fraktion, die beiAtmosphärendruck von 170 bis 175° destillierte, schied auf Zusatzv on Jodol in reichlicher Menge die Jodolverbindung des Cineols(Smp. 112°) aus.
x ) Bericht von Schimmel 8) Co. Oktober 1893, 46.
2 ) Philippine Journ. of Sc. 5 (1910), A, 259.
3 ) Die älteren Untersuchungen des Ingweröls brachten keine AufklärungenÜber die Zusammensetzung. Papousek, Sitzungsberichte der Akademie der"'issenschaften zu Wien 9 (1852), 315; Liebigs Annalen 84 (1852), 352.)• C. Thresh, Pharmaceutical Journ. III. 12 (1881), 243.
') Bertram u. Walbaum, Journ. f. prakt. Chem. II. 49 (1894), Ur ') Bericht von Schimmel § Co. Oktober 1905, 34.
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