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2 (1913)
Entstehung
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294
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Familie: Zingiberaceae.

Eine zwischen 90 und 105° bei 5 mm siedende Fraktion er-starrte und lieferte beim Absaugen Kristalle vom Geruch desBorneols, die nach dem Umkristallisieren aus Petroläther bei 204°schmolzen. Weitere Mengen Borneol sowie eine kleinere Mengeeines nach Geraniol riechenden Alkohols ließen sich durchErwärmen des flüssig gebliebenen Anteils der Fraktion mitPhthalsäureanhydrid in Benzollösung gewinnen. Die aus denPhthalestersäuren durch Verseifen mit alkoholischem Kali er-haltenen Alkohole blieben zum Teil flüssig; es muß also außerBorneol noch ein andrer Alkohol, vielleicht Geraniol, zugegensein. Die freie Bornylphthalestersäure schmolz nach dem Um-kristallisieren aus Benzol und Petroläther bei 164°. In denFraktionen vom Sdp. 90 bis 122° (5 mm) fand sich außerdemnoch Citral, das durch Schütteln mit Natriumbisulfitlauge in Formseiner festen Bisulfitverbindung abgeschieden und nach Zerlegungmit Sodalösung in die bei 179° schmelzende Citryl-ß-naphtho-cinchoninsäure übergeführt wurde.

Durch Fraktionieren des verseiften Ingweröls haben H. vonSoden und W. Rojahn 1 ) ein neues Sesquiterpen erhalten, dassie Zingiberen nennen und das folgende Eigenschaften hat:d 15 0,872, ßp 69°. Unter Luftdruck siedet es nicht ganz un-zersetzt bei 269 bis 270°, unter 14 mm bei 134°. Die Elementar-analyse gab auf C 15 H 21 stimmende Zahlen.

O. Schreiner und E. Kremers 2 ) stellten verschiedenecharakteristische Derivate des Zingiberens dar, die im I. Bande,S. 346 beschrieben sind.

Aus dem Vorlauf des Ingweröls isolierten v. Soden undRojahn mit Bisulfit einen Aldehyd, zu dessen genauerer Unter-suchung die Menge jedoch zu gering war.

F. D. Dodge :i ) fand im Ol des Jamaica-Ingwers ebenfallsgeringe Mengen eines Aldehyds, der wahrscheinlich als n-Decyl-aldehyd anzusehen ist.

") Pharm. Ztg. 45 (1900), 414.

-) Pharmaceutical Archives 4 (1901), 63.

:1 ) Chem. Ztg. U (1912), 1217.