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2 (1913)
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Familie: Zingiberaceae.

I

Dann ist die Behandlung eine verschiedene, je nachdem mangetrockneten oder präservierten Ingwer bereiten will. Bei demgetrockneten kann man ferner wieder zwischen geschältem oderweißem und ungeschältem oder schwarzem Ingwer unterscheiden.

Bei Bereitung des geschälten Ingwers darf nur eine mög-lichst dünne Haut entfernt werden, da die aromatischen Bestand-teile dicht unter der Epidermis abgelagert sind. Nach demSchälen kommen die Knollen sofort wieder in reines Wasser,worin man sie über Nacht stehen läßt, um sie dann zu trocknen.Da beim geschälten Ingwer auf eine helle, möglichst weiße FarbeGewicht gelegt wird, hat man versucht, die Farbe der Ingwer-knollen durch chemische Mittel (Chlorkalk, Gips) zu verbessern,wovon aber dringend abzuraten ist.

Der ungeschälte Ingwer wird nach dem sorgfältigen Reinigensofort getrocknet.

Der Ertrag eines Ingwerfeldes beläuft sich auf ca. 1100 bis1700 kg pro ha; ausnahmsweise sollen 2200 kg pro ha geerntetsein. Die Ingwerpflanzen saugen den Boden sehr stark aus, sodaß eine wiederholte Kultur auf demselben Boden nur bei starkerDüngung möglich ist.

Getrockneter Ingwer gibt bei der Destillation im Durchschnitt2 bis 3% ätherisches Ol. Einzelne Sorten geben weniger, soz. B. wurde aus japanischem Ingwer nur 1,23% erhalten. EinJamaica-Ingwer gab l,072°/«> 1 ) und ein Kotschin-Ingwer l,5°/o 2 )Ausbeute.

Eigenschaften. Ingweröl hat den aromatischen, nicht sehrkräftigen, aber anhaftenden Geruch des Ingwers, ohne jedochseinen scharfen Geschmack zu besitzen. Es ist von grünlich-gelber Farbe und etwas dickflüssig. d u> 0,877 bis 0,886, es sindjedoch auch einzelne leichtere und schwerere Öle beobachtetworden; a D 28 bis50°, es scheinen aber auch niedrigereDrehungen vorzukommen; S.Z. bis 2; E. Z. 0 bis 15; E. Z. nachActig. 33 bis 42. Ingweröl ist sehr schwer löslich in Alkohol;von 95"/oigem sind bis 7 Vol. erforderlich, dabei ist die Lösungnicht immer klar; in 90%igem Alkohol sind die Öle manchmalüberhaupt nicht vollständig löslich.

!) H. Haensel, Pharm. Ztg. 48 (1903), 58.

-) H. Haensel, Apotheker Ztg. 20 (1905), 396.