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Familie: Iridaceae.
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Nach A. Hilger 1 ) geht beim Destillieren des Safrans mitWasserdampf fast gar kein ätherisches Öl über; erst nach Zu-satz von Schwefelsäure erhält man ein solches. Der im Safranenthaltene Farbstoff, das Carotin (ein Phytosterinester der Palmitin-und Stearinsäure), zersetzt sich hierbei zu Glucose und ätherischemÖl, das aus Terpen und einem Körper C 10 H 18 O besteht. In denniedrigsiedenden Anteilen fanden sich Pinen und Cineol.
Oleum Iridis.
160. Irisöl.
Essence d'lris concreto. Beurre de Violettes.
Oil of Orris.
Herkunft und Gewinnung. Drei Arten der den Iridaceae an-gehörenden Gattung Iris (Schwertlilie), Iris germanica L, Irispallida Lam. und Iris florentina L. enthalten in ihren Wurzel-stöcken ein wohlriechendes ätherisches Öl.
Der Anbau der Schwertlilie, besonders der ersten beidenArten 2 ) für Handelszwecke, geschieht hauptsächlich in der ProvinzFlorenz. Der Sitz der Kultur befindet sich in den GemeindenGreve, Dicomano, Pelago, Regello, Bagno a Ripoli, Pontassieve,Galluzzo, S. Casciano in Val di Pesa und Montespertoli; die aller-beste Wurzel wird in den Ortschaften S. Polo und Castellina, zurGemeinde Greve gehörend, angebaut. Allmählich sind auch inanderen, Florenz benachbarten Provinzen nicht unbeträchtlicheKulturen entstanden, deren Produkt der Florentiner Qualität ent-spricht. So in Arezzo, Castelfranco di Sopra und Lore Ciuffenna,sämtlich in der Provinz Arezzo, in Grosseto, in der Provinzgleichen Namens, in Faenza, Provinz Ravenna und in Terni,Provinz Perugia.
Die Iriswurzel wird auf den Hügeln und an Bergabhängen— niemals im Tale — zumeist in großen sonnigen Waldblößenoder streifenweise zwischen Weingeländen, selten auf ausgedehntenFeldern, gepflanzt. Sie gedeiht besonders auf steinigem, möglichst
*) Chem. Ztg. 23 (1899), 854; Chem. Zentralbl. 1900, II. 576. ÄltereLiteratur über Crocusöl: Dehne, Crells Chem. Journ. 3 (1780), 11. —Asch off,Berl. Jahrb. 1818, 51. — Henry, Journ. de Pharm. 7 (1821), 400. —B. Quadrat, Journ. f. prakt. Chem. 56 (1852), 68. — B. Weiss, ibidem 101(1867), 65. — W. W. Stoddart, Pharmaceutical Journ. III. V (1876), 238.
2 ) Nach H. Blin (Parfüm, moderne 3 [1910], 13) wird hauptsächlich dieVarietät „Clio" von Iris pallida angebaut.