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2 (1913)
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272
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Familie: Liliaceae.

Beim Schütteln mit Kalilauge konnte Spalteholz in deralkalischen Flüssigkeit Schwefelwasserstoff nachweisen. Fürdie chemische Untersuchung wurden Enklaar 10 g des Öls über-lassen, wovon er 7,7 g verarbeitete. Er befreite zuerst das Roh-produkt von fettem Öl und Harz durch Ausfrieren der Petroläther-Iösung bei 20° und erhielt auf diese Weise 3,6 g reines Öl,die bei der Destillation unter 10 mm Druck in drei Fraktionenzerlegt wurden: I. Sdp. bis 90° 0,6 g; II. 92 bis 94° 1,3 g; III. 94 bis150" 1,7 g.

Fraktion I enthielt einen sehr flüchtigen, unangenehm riechen-den Körper, der nicht näher untersucht wurde. In Fraktion IIfand Enklaar eine bisher unbekannte Verbindung, die aus Kohlen-stoff, Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt war undfolgende Konstanten zeigte: Sdp. 205 bis 206° (760 mm), 92 bis 94°(10 mm), d 16 .0,907, a B + l°52', n D16 1,4914. Fraktion III enthieltBenzylbenzoat und vielleicht auch freien Benzylalkoholsowie veresterten Zimtalkohol; eigentümlicherweise roch dieaus der Alkalilauge freigemachte Benzoesäure deutlich nachVanillin. Außerdem befand sich in dieser Fraktion ein stick-stofffreier, fluorescierender, basischer Körper von nar-kotischem Geruch, der durch Säuren rot und durch Alkaliengelb gefärbt wurde. In seinen Eigenschaften erinnerte er anOxoniumverbindungen. Anthranilsäuremethylester oder Methyl-anthranilsäuremethylester konnten nicht nachgewiesen werden,denn beim Erwärmen mit Trinitrobenzol, das mit diesen Körpernein schwer lösliches Additionsprodukt liefert, entstand nur einerötliche Färbung.

Das Hyazinthenwachs kristallisiert aus Alkohol in farb-losen Blättchen, die den Blumengeruch hartnäckig festzuhaltenvermögen.

155. Spargelwurzelöl.

Aus den trocknen Wurzeln des Spargels, Asparagus officinalisL. (Familie der Liliaceae) erhielt H. Haensel 1 ) 0,0108% einesdunkelbraunen, intensiv säuerlich riechenden Öls. d 23 0,8777;S.Z. 33; E.Z. 68. Es enthält Palmitinsäure.

*) Chem. Zentralbi. WO!), II. 1557.