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2 (1913)
Entstehung
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273
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Tuberosenöl.

156. Maiglöckchenblätteröl.

Die Blätter von Convallatia majalis L. (Familie der Liliaceae)geben bei der Destillation mit Wasserdampf 0,058 °/o grünlich-braunes, angenehm riechendes ätherisches Ol 1 ), das bei 40,5°schmilzt. Es beginnt bei 120° zu sieden. Durch Abpressen undLösen wurden glänzende, weiße Kristalle vom Smp. 61 ° und derZusammensetzung C 20 H 4 O 5 (?) erhalten.

Familie: AMARYLLIDACEAE.

157. Öl von Buphane disticha.

Nach F. Tutin 2 ) liefert der alkoholische Auszug der Zwiebelder in Südafrika wachsenden Amaryllidacee Buphane distichaHerb, in geringer Ausbeute ein ätherisches Öl, das Furfurolund eine nach Baldrian riechende Säure enthält.

158. Tuberosenöl.

Herkunft und Gewinnung. Die wohlriechenden Blüten der inMittelamerika einheimischen, in Südfrankreich vielfach kultivierten")Tuberose, Polianthes tuberosa L. (Familie der Amaryllidaceae)geben bei der Destillation mit Wasserdampf kein ätherisches Öl,sondern nur ein widerlich riechendes Produkt. Um den Riech-stoff möglichst vollständig zu gewinnen, muß man das in Süd-frankreich schon lange zu diesem Zwecke benutzte Enfleurage-verfahren (S. Bd. I, S. 273) anwenden. Nach A.Hesse, 4 ) demwir sehr interessante vergleichende Versuche hierüber verdanken,gaben 1000 kg Tuberosenblüten bei der Enfleurage 801 gätherischesOl an das Fett ab; aus den von dem Fett abgenommenen Blütenwurden dann durch Extraktion und darauf folgende Destillation"lit Dampf noch 78 g Öl erhalten, während die Extraktion(S. Bd. I, S. 261) derselben Blütenmenge nur 56 g (zu Anfang derErnte sogar nur 36 g) Öl gaben, wozu noch 10 g, durch Destil-lation der extrahierten Blüten erhalten, hinzukamen. Die

1 ) H. Haensel, Chem. Zentralbl. 1901, II. 419.

2 ) Journ. chem. Soc. 09 (1911), 1241.

3 ) Vgl. L. Mazuyer, Production et culture de Tubereuse. Journ. Parfüm.e t Savonn. 21 (1908), 195.

") Berl. Berichte 36 (1903), 1459.

Gildemeister, Die ätherischen Öle. II.

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