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2 (1913)
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270
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Familie: Liliaceae.

übergehen, so ist die Anwesenheit von Allylsulfid in dem Ölevöllig ausgeschlossen.

Ebensowenig war ein Sesquiterpen in dem von Semmleruntersuchten Öle enthalten 1 ).

152. Zwiebelöl.

Die Küchenzwiebel Allium Cepa L. verdankt ihren scharfen an-haftenden Geruch einem ätherischen Öle, das man bei der Destil-lation der ganzen Pflanze in einer Ausbeute von 0,046% erhält-).

Es ist von dunkelbrauner Farbe und ziemlich dünnflüssig.d 8 , 7 .1,0410 3 ) oder d 190 1,036 2 ); « D 5°.

Ein von H. Haensel 4 ) aus Küchenzwiebeln (0,015 °/o) ge-wonnenes Öl war konkret; d. )30,9960; u D 3°40'; schwer lös-lich in den üblichen Lösungsmitteln.

Zwiebelöl r> ) zersetzt sich beim Destillieren unter gewöhnlichemDruck, bei 10 mm Druck geht es fast vollständig von 64 bis 125° über.

Nach Semmler 3 ) ist der Hauptbestandteil ein DisulfidC e H 12 S 2 (Sdp. 75 bis 83° bei 10 mm; d 12 J,0234), das durch Re-duktion mit Zinkstaub in den Körper C,.H 12 S (Sdp. 130°) über-geht. Durch nascierenden Wasserstoff entsteht aus C 6 H 12 S dasDisulfid C e H 14 S 2 (Sdp. 68 bis 69° bei 10 mm).

Im Zwiebelöl ist auch noch ein höheres Sulfid mit denselbenRadikalen enthalten, das durch Zinkstaub zur Verbindung C 8 H 12 Sreduziert wird. Schließlich findet sich in dem Öl noch einweiterer schwefelhaltiger Körper, der möglicherweise mit einerder höher siedenden Verbindungen des Asafoetidaöls identisch ist.

Allylsulfid oder Terpene sind im Zwiebelöl ebensowenig wieim Knoblauchöl vorhanden.

*) Die Angabe im Jahresber. d. Chem. 1876, 398, daß Beckett undWright [Journ. chem. Soc. 1 (1876), 1] im Knoblauchöl ein Sesquiterpengefunden hätten, beruht nach Parry, The chemistry of essential oils. London,2. Ed. 1903, p. 191 auf einem Übersetzungsfehler, indem Oil of c/oves alsKnoblauchöl wiedergegeben worden ist.

z ) Bericht von Schimmel 8) Co. April 18SI>, 44.

3 ) Semmler, Arch. der Pharm. 230 (1892), 443.

4 ) Apotheker Ztg. 18 (1903), 268.

5 ) W. D. Kooper, (Zeitschr. Untersuch, d. Nahrungs- u. Genußm. 19[1910], 569), fand im frischen Preßsaft der gewöhnlichen Zwiebel Rhodan-wasserstoffsäure, sowie Schwefelcyanallyl. Formaldehyd, Acetaldehydoder Acrolein konnten nicht nachgewiesen werden.