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Sulfophosphit — Superphosphat.
Sulfophosphit. Unter diesem Handelsnamen kommt ein Produkt in denHandel, das als ausgezeichneter Ersatz des gelben Phosphors für die Zünd-holzfabrikatiou wichtig ist. Mit dem Sulfophosphit, das aus Zink, Phosphorund Schwefel besteht, lassen sich paraffinierte und geschwefelte Hölzer her-stellen, und zwar mit einem beliebigen Grade der Entzündlichkeit. Die Her-stellung der Tunkmasse ist gefahrlos, da das Sulfophosphit nicht mit demKCIO3 zusammen vermählen werden muss. Der Körper leidet durch atmo-sphärische Einflüsse nicht mehr als roter Phosphor und ist bedeutend be-ständiger als Phosphorsesquisulfid. Weiter siehe im Artikel „Zünd-holz er".
Sulfophosphit...........1 kg Mk. 3,50 einschl. Originalkiste.
■Cherm Fabrik Grieslieim-Elektron, Frankfurt a. M.
Sulfopyrin. Gemisch von Antipyrin mit Sulfanilsäure, soll gegen Kopf-schmerzen, Migräne u. s. w. gegeben werden.
Sulfopyrin...............H Mk. 5,50; 1 kg Mk. 50,00
Sulf urierkessel:
Wegelin & Hiibner, Akt.-Ges., Halle a. d. Saale.
Sulfurit. Ein doppelt rektifizierter Schwefelkohlenstoff. Siehe„Schwefelkohlenstof f".
Sulfurylchlorid siehe unter ,,Chlorverbindunge n".
Superoxyd (Natriumsuperoxyd) siehe No. 31c unter „Natrium-verb i n d u n g e n".
Superphosphat (saures Calciumphosphat; Monocalciumphosphat).Künstliches Düngemittel, das aus Tricalciumphosphat durch Aufschliessen mitH2SO4 dargestellt wird. Als Rohmaterialien kommen natürliche Phos-phate, wie Koprolithen, Phosphorite, phosphatischeGuanos, sowie ferner Kunstprodukte, wie Knochenmehl,Knochenkohle und Knochenasche (Knochenphosphate)in Betracht. Von der Güte des Ausgangsmaterials hängt die Qualität des er-zielten Superphosphats hauptsächlich ab.
Bei der Behandlung des Rohmaterials mit H2SO4 wird zunächst 1 T. desTricalciumphosphats unter Bildung von CaS0 4 zersetzt; die gleichzeitig ent-standene Phosphorsäure setzt dann langsam das übrige Tricalcium-phosphat Ca 3 (POa)2 in Monocalciumphosphat CaH4(P0 4 ) 2 um.
Das Gemenge von Monocalciumphosphat mit Gips führt die BezeichnungSuperphosphat. Ist bei der Umsetzung nicht genügend H 2 S0 4 ver-wendet worden, so wird nachträglich ein Teil des gebildeten Monocalcium-phosphats durch unverändert gebliebenes Tricalciumphosphat in Di cal-ciumphosphat Ca 2 H 2 (P04)2 übergeführt. Letzteres ist unlöslich in H 2 0,aber löslich in Ammoniumzitrat; es findet ein Zurückgehen der Super-phosphate statt, d. h. eine Verminderung der wasserlöslichen Phosphorsäurebezw. eine Vermehrung der zitratlöslichen H3PO4. Ein solches Zurück-gehen tritt auch ein, wenn das Rohmaterial Eisen in irgend einer Formenthielt.
Meistens verwendet man zur Superphosphatfabrikation Kammersäure(vgl. unter „Schwefelsäur e"). Ist das Rohmaterial sehr feucht, so musses zuerst getrocknet werden; nur wo konzentrierte H2SO4 billig zurVerfügung steht, kann das Trocknen unterbleiben. Nach dem Trocknen werdendie Phosphate fein gemahlen und dann entweder in gemauerten Gruben oderneuerdings mehr in besonderen Mischmaschinen mit der H 2 S0 4 gemischt. Dieschädlichen Gase, HCl, HF und SiF 4 , werden durch ein Dampfstrahlgebläse ineinen Turm geleitet und dort durch herabrieselndes Wasser, Sodalösung oderdünne Kalkmilch kondensiert. Als Nebenprodukt bei der Fabrikation gewinntman Kieselfluorwasserstoffsäure.
Die gemischten Materialien müssen 1—2 Monate in luftigen Schuppenunter möglichst wenigem Umstechen lagern. Ist eine solche Lagerzeit nichtangängig oder erscheint das Superphosphat zu nass, so muss es öfter um-