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Reagentien und Reaktionen.
64. M e c k e s Reagens auf Alkaloide. Lösung von 1 T. selenigerSäure in 200 T. konz. H 2 SÖ 4 . Mit dem Reagens geben verschiedene Alkaloidecharakteristische Färbungen: Morphin blau, dann blaugrün bis olivgrün;Apomorphin dunkelviolett; N a r k o t i n grünlichblau, dann kirschrot;Kodein blau, dann smaragdgrün u. s. w.
65. Meyers Lösung siehe No. 92. Quecksilberkalium-Jodid.
66. Millons Reagens. Man löst Hg im gleichen Gewichte konz.HNO3 (sp. G. 1,41) zuerst in der Kälte, dann unter massigem Erwärmen, ver-dünnt die Lösung mit dem doppelten vol. H 2 0 und giesst die Flüssigkeit vomNiederschlage nach mehrstündigem Stehen ab. Die Lösung dient zum Nachweisvon Albumin.
67. Mohr sches Salz. Man versteht darunter das Doppelsalz Eisen-ammoniumsulfat FeSO«, (NH«) 2 SO.i + 6 H 2 0, welches sich besser alsEisenvitriol ohne Oxydation hält und zur Titerstellung von Kaliumpermanganatempfohlen worden ist.
68. Molybdänflüssigkeit siehe No. 5. Ammonium-m 0 I y b d a t.
69. ß-Naphtol. C10H7. OH. Seine Lösung in Kalilauge dient alsReagens auf Chloroform, indem sie sich damit blau färbt.
70. N a t r i u m a z e t a t. NaC 2 H 3 0 2 + 3 H 2 0. Lösung 1 : 10.
71. Natriumammoniumphosphat (P h 0 s p h 0 r s a I z).Na(NH 4 )HP0 4 + 8 H 2 0. Man löst 6 T. Na 2 HP0 4 und 1 T. NH 4 C1 in 2 T.heissem H 2 0, lässt auskristallisieren und reinigt durch mehrmaliges Umkristal-lisieren aus ganz schwach ammoniakhaltigem H 2 0.
72. Natriumhydrat (Ätznatron). NaOH. Man benutzt gewöhnlicheine Natronlauge 1 : 10.
73. Natriumhypobromit. NaBrO. 100 g NaOH in 250 g H 2 0gelöst und nach vollständigem Erkalten 25 cem Br zugefügt. Dient zur azoto-metrischen Bestimmung von NH 3 und Harnstoff.
74. Natriumhypochlorit. NaClO. Man sättigt Natronlauge inder Kälte mit Chlorgas und fügt dann einige Tropfen anderer Natronlauge zu,bis der Geruch nach freiem Cl verschwunden ist. Es dient statt Bromwassersals kräftiges Oxydationsmittel. (Kühl und dunkel aufzubewahren!)
75. Natriumkarbonat. Na 2 C0 3 . Lösung 1 :5 (entwässertesSalz) bezw. 1 : 2,7 (krist. Salz).
76. Natriumphosphat. Na 3 HP0 4 + 12 H 2 0. Lösung 1 : 10.
77. N a t r i u m s u 1 f i d, Na 2 S. Durch Einleiten von H 2 S in Natronlaugeerhalten; zuweilen mit Vorteil anstatt Schwefelammoniums gebraucht.
78. Natriumthiosulfat. Na 2 S 2 0 a + 5 H 2 0. Lösung 1 : 10.
79. Natriumwolframat. Na 2 W0 4 + 2 H 2 0. Gesättigte, wässerige,mit Essigsäure stark angesäuerte Lösung: sie dient als Reagens auf Protein-substanzen; selbst in sehr verdünnten Lösungen von Albumin, Kasein, Leim,Blutserum entstehen voluminöse Niederschläge.
80. N e s s 1 e r s Reagens. 35 g KJ+ 13 g HgCl 2 mit 800 cem H 2 0zum Kochen erhitzt, dann tropfenweise mit kalt gesättigter HgCl 2 -Lösung ver-setzt, bis eben ein bleibender Niederschlag entsteht. Dann fügt man 160 gKOH zu, verdünnt mit H 2 0 auf 1 1, setzt noch eine kleine Menge HgCl 2 -Lösungzu, lässt absetzen ' und dekantiert. In gut verschlossenen Flaschen auf-zubewahren!
81. Palladiumchlorür. PdCl 2 + 2 H 2 0. Lösung 1:500. ZumNachweis von CO benutzt.
82. Phenol. CH 5 . OH. Lösung von 1 T. Phenol in 4 T. konz. H 2 S0 4dient nach Verdünnen mit 2 T. H 2 0 als Reagens auf HN0 3 , eine Lösung vonPhenol in Kalilauge als Reagens auf Jodoform, eine Lösung von Phenol inQuecksilberoxydulnitrat-Lösung als Reagens auf salpetrige Säure.
83. m-Phenylendiamin. C 4 H 4 (NH 2 ) 2 . Man löst 5 g in dest. H 2 0,fügt sogleich verd. H 2 S0 4 bis zur deutlich sauren Reaktion zu und füllt mit dest.H 2 0 auf 1 1 auf. Empfindliches Reagens auf salpetrige Säure.